Dossier Textilbranche (Teil 3)

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Airlines und Strecken

Wer nach Asien reist, kann aus dem Vollen schöpfen: Europäische und asiatische Fluggesellschaften konkurrieren mit Airlines aus den Golfstaaten.

von Oliver Graue, 27.03.2015, 09:00 Uhr
Vor allem nach China hat die Zahl der Direktflüge zugenommen.
Foto: Thinkstock

Für die deutsche Textilwirtschaft ist die Sache klar: Ihre mit Abstand meisten Geschäftsreisen führen nach Asien, zu den Hauptimportmärkten China und Südostasien. Aber nicht allein die Bekleidungsindustrie hat dafür gesorgt, dass China zum wichtigsten deutschen Langstreckenziel geworden ist – auch Branchen wie Maschinenbau oder Automobil tragen dazu bei. Dem BCD-Städteranking zufolge belegen Schanghai und Peking inzwischen sogar die Plätze eins und zwei in der Statistik, New York rangiert auf Platz drei.

Travel Manager profitieren vom harten Wettbewerb

Längst profitieren die Travel Manager von dem harten Wettbewerb, den sich die Fluggesellschaften in Richtung Asien liefern. Zwar steuert die Lufthansa etliche Ziele ab Frankfurt oder München an, doch die Airlines der asiatischen Staaten gelten als starke Konkurrenz. Aber nicht allein diese: Auch die Golf-Airlines Emirates, Etihad und Qatar mischen kräftig mit – ebenso wie Turkish Airlines mit dem Umsteigeflughafen Istanbul. Fakt ist, dass die Gesellchaft sowohl ihre Asien-Strecken als auch ihre Zubringerflüge ab Deutschland in den vergangenen Jahren massiv gesteigert hat. Mit vergleichsweise kurzen Flügen werben zudem die nordischen Anbieter Finnair und SAS.

Anders als die europäischen und arabischen Airlines haben ihre asiatischen Konkurrenten den Vorteil, ein zumeist gut ausgebautes Netz an Anschlussflügen innerhalb des Landes oder der Region anzubieten. Die Europäer bieten Anschlüsse hingegen durch Code-Share-Abkommen sowie durch ihre dann meist asiatischen Allianzmitglieder.

Vor allem nach China hat aber auch die Zahl der Direktflüge zugenommen. Allein von Frankfurt aus fliegen Air China, China Eastern, China Southern, Hainan und Lufthansa mittlerweile zehn Ziele im Reich der Mitte direkt an; neu hinzugekommen sind gerade erst Changsha und Nanjing. Auf Flüge innerhalb des Kontinents hat sich Bangkok Airways spezialisiert, die sich selbst als Boutique-Airline bezeichnet. Sie steuert etliche Ziele in Thailand, Malaysia, Birma oder Kambodscha an; nach Bangkok kommen ihre Gäste dank eines Code-Share-Abkommens mit Air France/KLM und Qatar Airways.

Foto: BizTravel

Direkt nach Fernost

ANA: ab Frankfurt, München und Düsseldorf direkt nach Tokio und weiter zu 50 Städten in Japan. Die B-777 bietet First, Business, Premium und Economy (Sitzabstand Eco: 86 cm). Freigepäck: Eco 2 x 23 kg, Business 2 x 32 kg. Partner Plus Benefit als Firmenprogramm.

JAL: ab Frankfurt direkt nach Tokio und weiter zu 34 Zielen in Japan. Die B-777 (ab Ende März) bietet First, Business, Premium und Economy (Sitzabstand Eco: 84-86 cm). Freigepäck: Eco 2 x 23 kg, Business 3 x 32 kg.

Asiana Airlines: ab Frankfurt direkt nach Seoul, weiter zu 11 Städten in Korea und 16 in Japan. Die B-747 bietet First, Business und Eco (Sitzabstand Eco: 84-86 cm). Freigepäck: Eco 2 x 23 kg, Business 2 x 32 kg.

Korean Air: ab Frankfurt direkt nach Seoul, von dort zum Beispiel weiter nach Shenyang, Taipeh oder Schanghai. Die B-777 bietet First, Business und Economy class (Sitzabstand Eco: 86 cm). Freigepäck: 23/32 kg. Individuelle Ratenverträge mit Firmen.

China Airlines: ab Frankfurt direkt nach Taipeh, weiter zum Beispiel nach Kaohsiung (Taiwan), Hongkong, Schanghai. Derzeit B-747, ab 2.11. Dann B-777 mit der zusätzlichen Premium Economy. Sitzabstand Eco: 82 cm. Freigepäck: 30/40 kg. Corporate Mileage.

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