E-Mobilität

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Stromer für den Fuhrpark

Ob Streetscooter der Post oder Sharing-Anbieter für Fuhrparks: Bei immer mehr deutschen Unternehmen setzt ein Umdenken ein.

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von Oliver Graue, 02.01.2017, 15:00 Uhr
Elektro-Freunde: Michael Lindhof (Mobileeee) und Timo Darr, Travel-Management-Berater

Die Deutsche Post liefert Briefe, Karten, Pakete – und gute Luft. Bereits mehr als 1000 sogenannte Streetscooter sind beim größten Logistikunternehmen der Welt im Einsatz. Damit verfügt die Post nicht nur über die größte Flotte an Elektroautos in Deutschland. Sie stellt die Fahrzeuge auch selbst her.

Und die Pläne des gelben Riesen sind ehrgeizig: Künftig sollen jedes Jahr um die 10.000 Streetscooter an ihrem Produktionsstandort Aachen vom Band laufen. Nach und nach sollen sie die 50.000 bislang mit Verbrennungsmotor ausgestatteten Zustellfahrzeuge ersetzen. Post-Vorstand Jürgen Gerdes denkt sogar noch weiter und berichtet von vielen Nachfragen anderer Unternehmen und Kommunen, die ihre Flotten auf die gelben E-Flitzer umstellen wollen.

Die Post macht es vor – und immer mehr Automobilproduzenten reagieren. Volkswagen hat jüngst verkündet, nach dem Skandal um die verfälschten Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen künftig auf E-Mobilität setzen zu wollen. Auf Firmenseite wiederum sorgen oftmals CSR-Richtlinien oder umweltengagierte Geschäftsführer dafür, dem Thema CO2 eine höhere Aufmerksamkeit zu schenken.

E-Flotten für Flughäfen

Zu denen, die vorausdenken und aus ihren Ideen ein Geschäftsmodell machen, gehört auch Michael Lindhof. Als Deutschland-Chef der Flughafen-Abfertigungsfirma Acciona hatte Lindhof eines immer schon gestört: „Unsere Airport-Fahrzeuge waren oft eher Stehzeuge, weil sie meistens herumstanden“, erzählt er. „Und durch die sehr kurzen Strecken war der Verschleiß enorm hoch.“ Aus der Idee, die Autos mit anderen zu teilen und über eine unabhängige Plattform zu vermieten, entstand im Sommer vorigen Jahres sein Unternehmen Mobileeee. Darin verbindet er den Gedanken des Carsharing mit dem der Elektromobilität.

„Ursprünglich war es unser Konzept, ausschließlich für Flughäfen firmenübergreifende E-Flotten bereitzustellen“, sagt Lindhof. Beides sollte vor allem ökonomisch sein: Die Autos sind häufig in Gebrauch, und für Kurzstrecken mit vielen Stopps ist die Strombatterie deutlich haltbarer als der Verbrennungsmotor. Inzwischen ist Mobileeee an mehreren deutschen Flughäfen im Einsatz.

Lindhof erging es wie der Post: Unternehmen, die Emissionen einsparen und eher auf kurzen Strecken unterwegs sind, fragen inzwischen bei ihm an. „Hotels, die ihren Gästen ein E-Auto etwa für Fahrten in die Stadt als Mehrwert bieten wollen, sind ebenso darunter wie Immobiliengesellschaften, Kommunen sowie Firmen verschiedenster Branchen“, berichtet er. Gerade erst wurde er mit dem Gründerpreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

 
 
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