Easyjet

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Fokus auf Berlin und Geschäftsreisende

Die Streiks des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen haben Easyjet in den vergangenen Tagen zu etlichen Flugstreichungen veranlasst. Deutschland-Managerin Elisabeth Jesse baut dennoch auf Berlin.

von Rita Münck, 15.03.2017, 07:12 Uhr
Elisabeth Jesse ist bei Easyjet Verkaufschefin für Zentraleuropa.
Foto: Privat

Mit einem Angebot, das aktuell 45 Strecken umfasst, ist Berlin-Schönefeld mit Abstand die größte Basis von Easyjet in Deutschland. Allein elf Maschinen hat die Low Cost Airline aus London-Luton dort stehen, eine weitere soll in Kürze folgen. Auch die Basis in Hamburg, die derzeit drei Maschinen umfasst, soll einen weiteren Jet bekommen. Es könnte sich dabei um Modelle vom Typ Airbus A-320neo handeln, die Easyjet erwartet.

20 Prozent Business-Kunden

2016 zählte die Airline allein in Deutschland 7,7 Mio. Passagiere und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Getrieben wurde das Wachstum unter anderem durch 13 neue Strecken. „Was uns besonders freut: 20 Prozent der Reisenden sind Firmen-Kunden“, sagt Jesse, als Verkaufschefin für Zentraleuropa bei der Airline im Einsatz. Im Bereich Geschäftsreise sei das Wachstum mit zwölf Prozent sogar zuletzt besonders groß gewesen. Auch dieses Jahr zeichne sich in dem Segment ein Plus im zweistelligen Prozentbereich ab.

Neben dem Bund und Continental wollen allerdings die meisten Firmenkunden, die Easyjet nutzen, nicht namentlich genannt werden. Laut Jesse buchen aber bereits 80 Prozent der deutschen Spitzenunternehmen ihre Geschäftsreisenden für Europa-Flüge bei Easyjet ein. Jesses nächstes Ziel ist es, dass Easyjet in möglichst allen Reiserichtlinien Einzug findet.

Future Commerical Plattform im Aufbau

Nach den Großkonzernen hat die Managerin jetzt mittelständische Unternehmen im Fokus. „Dabei haben die Account-Manager immer eine paneuropäische Perspektive, bieten den Unternehmen ganz Europa an, nicht nur Flüge von und nach Deutschland“, so Jesse. Jüngster Ansatz der Briten sei es, den Kunden Maßgeschneidertes anzubieten, um sie zu binden. „Brauchen Kamerateams, die mit uns verreisen, beispielsweise stets einen Sitz extra für ihre Ausrüstung, dann können wir das berücksichtigen und spezielle Angebote machen“, erklärt Jesse. Easyjet baut in diesem Zusammenhang an einer Future Commercial Plattform (FCP).

FCP soll noch in diesem Jahr an den Start gehen. Die Technik dahinter, datenbasiert, sei lernfähig und könne auf Kundenbedürfnisse eingehen. Im besten Fall muss besagtes Kamerateam dann künftig nicht mehr für die Kamera extra zahlen. „Bei uns zählt auch Volumen“, so Jesse, die am Image der Airline feilen will. Die Kunden sollten nicht mehr sagen: „Da musste ich leider Easyjet fliegen“, erläutert Jesse. Sie sollten jeden Easyjet-Flug vielmehr als positives Erlebnis abspeichern – nach dem Motto: „Easyjet, bei denen geht alles ganz easy!“

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