Einreise

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Die besten Visum-Tipps

Wichtige Geschäfte scheitern, weil Dienstreisende kein Visum erhalten. Doch nicht immer tragen die Länder die Schuld daran. Oft sind es fehlerhafte und unvollständige Anträge oder die mangelnde Kenntnis der Visumskonditionen. BizTravel sagt, wie man im Visa-Wirrwarr den Überblick behält.

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von Oliver Graue, 16.01.2015, 09:00 Uhr
Über sechs Monate muss der Pass noch gültig sein – nur dann gibt es ein Visum.
Foto: iStockphoto

Wer von sich behauptet, er habe in Sachen Visa den Durchblick, der ist entweder ein Superhirn, oder er lügt. Denn immerhin 280 Veränderungen bei den Antragskonditionen verzeichnet Julius Heintz, Deutschland-Chef der CIBT Visum Centrale – Monat für Monat! Und: Während deutsche Touristen für knapp 55 Staaten eine offizielle Einreisegenehmigung benötigen, sind dies bei Business Travellern mehr als 80. Und damit fast jedes zweite Land der Welt. Obwohl die Visumsfrage bei vielen Firmen eine vergleichsweise geringe Beachtung erfährt, können die Folgen nicht erteilter Papiere dramatisch sein. „Die Relevanz des Themas lässt sich dann spüren, wenn Geschäftsreisende ihr Visum wegen fehlender Unterlagen oder falscher Anträge spä- ter oder gar nicht bekommen“, berichtet Alexander Langhans, Chef des Dienstleisters Visumpoint, „oder wenn ihre Reise ohne Visum im Transitbereich eines fremden Landes abrupt endet – mit wirtschaftlich fatalen Folgen.“ Allein schon die Kosten der nicht angetretenen Reise schlagen oft kräftig zu Buche.

Zwar gibt es immer wieder mal Länder, die – oft einseitig – eine bestehende Visumspflicht für Deutsche aufheben, weil sie sich davon wirtschaftliche Vorteile versprechen. Jüngstes Beispiel ist Kasachstan: Wer sich in dem mitte asiatischen Staat nicht länger als zwei Wochen aufhält, benötigt keine gesonderte Einreisegenehmigung mehr. Doch insgesamt gilt: Trotz Globalisierung ist von einem Trend zu Reiseerleichterungen nichts zu spüren.

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Zehn seltsame Fragen in Visa-Formularen

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Ganz im Gegenteil. Viele Staaten verschärften ihre Visumsgesetzgebung sogar. „Die Krisen nehmen zu, sie werden intensiver, und die Bedrohung durch den Terrorismus bleibt“, sagt CIBT-Chef Heintz: „Die Länder wollen daher immer genauer wissen, wer bei ihnen einreist.“

Sorgfalt bei der Beschaffung von Visa

Fakt ist: Bei der Visumsbeschaffung ist größte Sorgfalt gefragt. Das betrifft nicht nur das Ausfüllen der Papiere, sondern beginnt schon bei der Beantragung. „Häufigster Fehler ist, dass Reisende zu spät daran denken, dass sie ein Visum benötigen“, sagt Heintz. Etwa vier Wochen vor ihrer Abreise sollten sie es anfordern. Sonst ist die Gefahr groß, dass sie – im besten Fall – statt des Standardvisums eine teure Express-Variante ordern müssen. Die aber hat längst nicht jeder Staat im Angebot, und zudem schlägt sie mit weitaus höheren Kosten zu Buche.

Und: „Für China werden oft unvollständige Einladungen eingereicht, denen Stempel, Unterschrift oder korrekte Firmierung fehlen“, nennt Langhans einen weiteren Fehler. „Indien und die

USA benötigen ein Fotosonderformat von 5 x 5 cm – auch dies wird übersehen.“ Zu einer falschen Übersetzung der Visumsart können dem Visumpoint-Chef zufolge russische Einladungen in kyrillischer Schrift führen, und wer im chinesischen Antrag die Frage nach früheren Reisen in andere Länder mit Hongkong, Taiwan oder Tibet beantwortet, der kann seine Reise sowieso vergessen: „China betrachtet diese als zu seinem Staatgebiet gehörige Territorien.“

 
 
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