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Lindner

27.01.2012, 08:30 Uhr

Einstieg ins Franchise-Geschäft

von Sabine Pracht

Zeitenwende bei den Lindner Hotels: Die inhabergeführte Kette will schneller wachsen und buhlt daher jetzt um Franchise-Nehmer.

Otto Lindner will mit seinen Hotels nicht mehr nur aus eigener Kraft wachsen.
Foto: Lindner Hotels

Otto Lindner macht eine Kehrtwende. Bis jetzt betonte der Chef der gleichnamigen Hotelkette immer wieder, bei der Expansion keine Eile zu haben. Bot sich eine gute Gelegenheit für einen neuen Standort oder ein weiteres Themenhotel, schlug er zu. Das Ergebnis: Die Standorte der Lindner Hotels wirkten wie eine zufällig entstandene Ansammlung von Hotels im In- und benachbarten Ausland.

Jetzt will die deutsche Hotelkette offenbar doch schneller und flächendeckend wachsen – mit externer Hilfe. Lindner wirbt gezielt um Franchise-Nehmer bei Business- und Freizeithotels ab 100 Zimmern. In Frage kommen für das Düsseldorfer Unternehmen vor allem bestehende Vier-Sterne-Hotels und Resorts in Europa. „Während wir so unser Portfolio sukzessive erweitern können, profitiert der Franchise-Nehmer von dem hohen Bekanntheitsgrad der Marke Lindner und unserer langjährigen Marktexpertise“, wirbt Andreas Krökel, Lindner-Vorstand Operations, Sales und Marketing.

Die zukünftigen Partner sollen von der Anbindung an die zentralen Reservierungs- und Vertriebssysteme der Lindner Hotels profitieren, ebenfalls von den Direktmarketing- und E-Commerce-Aktivitäten. Zusätzlich erhalten die Franchise-Nehmer – wie bei einem solchen Modell üblich – Unterstützung in Form von Schulungen, Weiterbildungsprogrammen sowie Rat und Tat in betriebswirtschaftlichen Fragen.

Umgekehrt erwartet der Lizenzgeber von seinen Partnern erfahrene und fachlich gut ausgebildete Hoteliers mit Unternehmersinn und starken lokalen Marktkenntnissen. „Durch eine klar definierte Aufgabenteilung zwischen beiden Partnern profitiert jeder von der Zusammenarbeit und Erfahrung des anderen“, sagt Krökel. Während sich die Lindner-Zentrale vor allem für die Vermarktung in den überregionalen Märkten stark machen werde, könne sich der Franchise-Nehmer ganz auf seine operativen Aufgaben vor Ort konzentrieren.

An seinem Betreiberkonzept will Lindner trotz dieses Strategieschwenks festhalten. Franchising soll als weiteres Standbein dienen. Man werde auch in Zukunft eigene Hotels betreiben.

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