Europas Airlines

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Extrem verkehrsreicher Januar

Eigentlich ist der erste Monat im neuen Jahr zumeist aufkommensschwach. Doch dieses Jahr ist alles anders. Erste Fluggesellschaften melden zweistellige Verkehrszuwächse.

04.02.2016, 13:27 Uhr
Der Billigflieger Norwegian, der mit Boeing B-787 auch Fernstrecken anbietet, beförderte im Januar fast 1,8 Mio. Passagiere. Im ganzen Jahr befördert er bereits mehr als 25 Mio. Passagiere.
Foto: London-Gatwick

Vergleichsweise niedrige Ticketpreise treiben den Luftverkehr an. Für den Januar meldet Europas größter Billigflieger Ryanair einen Verkaufszuwachs um 25 Prozent auf knapp 7,5 Mio. abgesetzte Tickets. Auch der vor allem in Osteuropa starke Billigflieger Wizz Air boomt im Jahresauftaktmonat mit einem Absatzplus von 21 Prozent auf 1,5 Mio. verkaufte Ticket. Nur der britische Billigflieger Easyjet kann nicht so exorbitante Steigerungen vorweisen, kommt aber immerhin noch auf einen Zuwachs von 6,3 Prozent auf fast 4,3 Mio. Tickets.

Ryanair, Easyjet und Wizz Air melden zwar keine harten Verkehrszahlen, doch liefern die gemeldeten Verkaufszahlen immerhin gute Anhaltspunkte für deren momentan starken Absatz. Zumindest der Ticketverkauf läuft derzeit wie geschmiert. Das ist mehr als nur ein Anhaltspunkt für die Verkehrsentwicklung an Europas Flughäfen.

Während einige Billigflieger nur die Anzahl ihrer verkauften Tickets melden, so gibt es auch Ausnahmen. Der in Oslo beheimatete Low Cost Carrier Norwegian meldet wie die in der Iata vereinten Full Service Airlines valide Verkehrszahlen. Und da kommen die Norweger für den Januar auf knapp 1,8 Mio. Passagiere (plus 9,2 Prozent). Das in bezahlten Sitzkilometern gemessene Verkehrsaufkommen erhöhte sich dabei sogar um 14 Prozent, was wiederum den Sitzladefaktor gegenüber Januar 2015 um 1,7 Punkte auf 81,7 Prozent steigen ließ.

Als eine der ersten großen Airline-Gruppen hat zudem die britisch-spanische IAG ihre Verkehrszahlen für den vergangenen Monat gemeldet. Gemessen in bezahlten Sitzkilometern legte dabei deren Billigflieger Vueling um 20,6 Prozent zu. Iberia (plus 13,3 Prozent) und Aer Lingus (plus 12,3 Prozent) wuchsen ebenfalls mit zweistelligen Raten. Nur die allerdings sehr viel größere Kerngesellschaft British Airways legte bei verkauften Sitzkilometern lediglich um 1,7 Prozent zu. Unter dem Strich beförderten die vier Carrier der IAG im Januar 6,3 Mio. Passagiere und damit 8,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dabei erreichten sie einen Sitzladefaktor von 78,7 Prozent (plus 2,2 Punkte). (LS)

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