Eurostar

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Züge für Europa-Expansion geordert

Um ein Fünftel will die Bahnfirma Eurostar wachsen – weit über ihre Stammstrecken durch den Eurotunnel hinaus. Dafür wurden bei Siemens noch mehr Züge bestellt.

14.11.2014, 11:00 Uhr
Der Eurostar setzt künftig auf den neu entwickelten e320 von Siemens, der technisch dem ICE der DB stark ähnelt.
Foto: Nathan Gallagher

Weitere 600 Mill. US-Dollar investiert Eurostar in neue Hochgeschwindigkeitszüge. Zu der 2010 erfolgten Order von zehn e320 bei Siemens werden jetzt sieben weitere Exemplare nachbestellt. Mit den neuen bis zu 320 Stundenkilometer schnellen Zügen für jeweils 900 Passagiere soll auch das Streckennetz merklich wachsen.

Für den ersten e320 im kommerziellen Betrieb beginnen im Mai 2015 die Fahrten von London durch den Eurotunnel via Lyon und Avignon nach Marseille. Eine zweite vollkommen neue Strecke soll im Dezember 2016 ab London via Antwerpen, Rotterdam und dem Flughafen Schiphol nach Amsterdam aufgenommen werden.

Eurostar-CEO Nicolas Petrovic ist zuversichtlich, dass nach zehn Jahren konstanten Wachstums nun die Zeit reif für neue Strecken ist. Dafür bieten die neuen Züge ein besonderes Produkt. Nicht nur sind die Sitze komfortabler und bieten mehr Freiraum. Auch gibt es in allen Wagen des e320 freies W-LAN und wird an einem Unterhaltungsprogramm gearbeitet, dass dort kostenfrei ausgestrahlt werden soll. An jedem Sitz soll es zudem einen Stromanschluss und einen USB Socket geben.

Das 1994 gegründete trinationale Bahnunternehmen Eurostar gehört den drei Bahngesellschaften SNCF, SNCB und LCR. Bislang führen sämtliche Strecken durch den Eurotunnel, der Großbritannien mit dem Kontinent verbindet. In London startet der Eurostar stets am Bahnhof St. Pancras International und verkehrt via Ebbsfleet International und Ashford International durch den Kanaltunnel. Auf dem Kontinent werden bislang Paris, Brüssel, Lille, Calais, Disneyland Paris und Avignon sowie Genf angesteuert. Bevor die neuen e320 von Siemens kommen, werden zudem auch 14 der 24 bislang eingesetzten Alstom-Züge für etwa 100 Mill. Pfund Sterling modernisiert.

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