Der Kleinstaat Färöer will verstärkt Touristen ins Land holen. Zugleich töten die Menschen jedoch auf brutalste Weise Grindwale – unterstützt von Dänemark.
Wissenschaftler und Umweltschützer aus aller Welt weisen in diesen Wochen auf eines der brutalsten Massaker an Walen in Europa hin: Alljährlich werden auf den Färöern, ein von Dänemark mitverwalteter Kleinstaat im Nordatlantik, "bei Massakern etwa 1000 Wale und Delfine getötet", sagt Rollo Gebhard, Weltumsegler und Gründer der Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD).
Als Walschlacht-Nationen gelten bislang vor allem Island, Japan und Norwegen, auf die Färöer fällt der Fokus der Weltöffentlichkeit eher selten. Umweltschützer haben auf Youtube daher nun mehrere Videos veröffentlicht, welche die Brutalität der färöischen Praktiken zeigt. Die Einwohner des Inselstaates begründen das Morden mit Traditionsgründen. Opfer sind Grindwale – hochintelligente Tiere, die wissenschaftlich der Familie der Delfine angehören.
Die GRD fordert auch Touristiker, Firmen, Urlauber und Geschäftsreisende auf, eine Petition an den dänischen Ministerpräsidenten gegen das Waleschlachten auf den Färöern zu unterzeichnen. Darin erklären die Unterzeichner unter anderem, solange auf einen touristischen oder geschäftlichen Besuch der Färöer-Inseln zu verzichten, bis diese das Töten der Wale gestoppt haben.
Die Färöer-Inseln liegen mitten im Nordatlantik zwischen Schottland und Island. Mitverwaltet werden sie von Dänemark, welchem die Wissenschaflter daher eine Mitschuld an den Praktiken geben. Als autonomes Gebiet gehören die Inseln jedoch nicht der EU an.