Fallstudie

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End-to-End bei Siemens

Nahtloses Travel Management gilt als Aufgabe der Zukunft. Siemens gehört zu den Pionieren und digitalisiert seine Geschäftsreise-Organisation.

von Oliver Graue, 19.05.2017, 08:00 Uhr
Oberster Siemens-Travel-Manager: Thorsten Eicke
Foto: fvw/Martin Jührs

Von der Reiseplanung bis zum Reporting: Siemens hat sich das Thema „End-to-End“ auf die Fahnen geschrieben. „Wir streben unternehmensweit rein digitale Prozesse samt einer neuen Unternehmenskultur an“, berichtete Travel Manager Thorsten Eicke beim Corporate Travel Forum von HRS: „Und das Travel Management ist hier das Leuchtturm-Projekt.“

Reisende werden künftig selbst entscheiden können, wie sie buchen und reisen. Bei Fragen helfen virtuelle Chatbots, und ein Reporting speziell für Reisende soll dafür sorgen, dass sich diese mit ihren Kollegen vergleichen können.

Neue Technologien sollen ihnen nicht nur das freie Buchen (Open Booking) erlauben, sondern während ihrer Reise eine einfache, virtuelle Bezahlung via Cloud ermöglichen sowie einen direkten Zugriff auf die Tarife statt per Umweg über das Reservierungssystem. Beim Buchen will Siemens Budgetgrenzen definieren statt dem Mitarbeiter Richtlinien vorzugeben.

Mit Siemens-Ausweis in die Flughafen-Lounge

Entscheidet sich der Mitarbeiter für die Direktbuchung ausgehandelter Tarife etwa bei Lufthansa oder Emirates, erhält er Vorteile wie bevorzugtes Einsteigen oder kostenlosen Lounge-Zugang, auch wenn er nur Economy Class fliegt (der Siemens-Firmenausweis genügt). Für die Reisekostenabrechnung reichen per Handy abfotografierte Belege, die automatisch seiner Reise zugeordnet werden. Somit kann er die komplette Abrechnung bereits unterwegs vornehmen.

In Hotels können Siemens-Beschäftigte zudem elektronisch per App ein- und auschecken – das Warten vor der Rezeption erübrigt sich damit. Bei den Hotel-Apps will sich Eicke auf einige wenige Partner beschränken, über die der Reisende aber sofort sehen soll, welche Mehrwerte ihm beim Buchen über diese geboten werden – etwa freies Parken am Hotel oder der Zugang zum Executive Floor.

Spielerisch die Richtlinien einhalten

Als weiteres digitales Instrument will er schließlich die Gamification einsetzen: Beschäftigte, die preisgünstig buchen, erhalten Belohnungen wie zum Beispiel einen größeren Mietwagen oder ein Upgrade in die Business Class.

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