Fernbus-Urteil

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Gästen steht bei Gepäckverlust Schadenersatz zu

Fernbus-Unternehmen können die Haftung für verloren gegangenes Gepäck nicht einfach ausschließen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor.

08.03.2016, 09:20 Uhr
Fernbusse – hier ein Symbolbild von Flixbus – müssen Schadenersatz für abhanden gekommenes Gepäck zahlen.
Foto: Flixbus

Das Urteil (Aktenzeichen 283 Js 5956/15) stammt vom 8. Dezember 2015, worauf das „ARCD Clubmagazin“ (Ausgabe 3/2016) hinweist. Demnach haben Fernbus-Unternehmen die Pflicht, neben Reisenden auch deren Gepäck zu transportieren. Für Koffer und Taschen ergibt sich damit eine Obhutspflicht für das Unternehmen. Geht ein Gepäckstück auf einer Busreise verloren, muss das Fernbus-Unternehmen für dessen Verlust haften.

Im konkreten Fall war der Koffer einer Frau auf einer Fahrt zwischen Dresden und München verloren gegangen. Der Bus hatte auf der Route an zwei weiteren Orten gehalten. Die Frau meldete ihren Verlust bei dem Unternehmen. Das verwies auf den generellen Haftungsausschluss in den eigenen Geschäftsbedingungen (AGB) und lehnte einen Ersatz ab.

Das war nicht rechtens, urteilte das Gericht. Es sei zumindest grob fahrlässig, keine Sicherungsmaßnahmen für das Gepäck zu treffen. Das Fernbus-Unternehmen muss deshalb Schadenersatz für den Kofferverlust an die Frau zahlen. (dpa)

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