Finnland

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Viel los zum 100. Geburtstag

Der nordische Staat wird in diesem Jahr 100. Außer Touristen sollen verstärkt MICE-Teilnehmer ins Land kommen. Die Voraussetzungen sind gegeben.

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von Oliver Graue, 27.03.2017, 10:50 Uhr
Offen für Alle: Helsinkis Universitätsbibliothek

Helsinki ist jung, für europäische Verhältnisse sogar blutjung. Erst 1550 wurde die Stadt gegründet, und 1812 löste sie Turku als finnische Hauptstadt ab. Dass es an historischen Gebäuden daher weitgehend fehlt, hat Helsinki jedoch zum Programm gemacht: Es präsentiert sich als Metropole des Design und der modernen Architektur. Viele der meist mächtigen Gebäude stammen aus der Zeit der russischen Herrschaft im 19. Jahrhundert. Dazu gehört auch der Senatsplatz um den äußerlich orthodoxen (aber in Wirklichkeit lutherischen) Dom von Helsinki. Modell des einst von Carl Ludwig Engel entworfenen Ensembles war die russische Stadt Sankt Petersburg.

Und wer auf dem Prachtboulevard Esplanade spaziert, der wähnt sich fast auf den Champs-Elysées in Paris: Kein Wunder, auch am einst russischen Zarenhof war alles Französische sehr beliebt und daher Vorbild.

Helsinki setzt nicht nur auf Design, auf Trends, auf hippes Leben – es ist auch selbst „in“. Die Zahl der Touristen steigt, und auch im MICE-Bereich will die Stadt verstärkt punkten. Tatsache ist: Wer nordisches Design mag und in einer architektonisch spannenden Umgebung tagen will, für den eignet sich die Stadt perfekt. Hotels und Locations gibt es reichlich (siehe Kasten rechts), und ein Abstecher in die Natur oder in eine Nachbarstadt wie Sankt Petersburg oder Tallinn ist nicht weit.

Viel Platz für wenig Menschen

Etwa 1,3 Mio. Menschen leben im Großraum Helsinki – und damit ein Großteil der insgesamt 5,5 Mio. Einwohner. Diese teilen sich übrigens eine Fläche, die so groß ist wie Deutschland. Mit dem Unterschied, das auf diesem Platz hierzulande 82 Mio. Menschen leben.

Einem kann derzeit kein Finnland-Besucher ausweichen: der Zahl „100“. Überall in Stadt und Land ist sie zu sehen, meist als „Suomi 100“: In diesem Jahr feiert der erst 1917 gegründete finnische Staat seinen 100. Geburtstag. Gut 600 Jahre lang herrschten zuvor die Schweden über die Region, und davor waren es die Russen. Dass das Land nicht nur Heimat der Finnen, sondern auch einer starken schwedischen Minderheit ist, darauf deutet die nach wie vor zweisprachige Beschilderung hin.

Allen gemeinsam sind zwei Dinge – und auch die sollte jeder Finnland-Besucher probieren: das Saunieren und authentisch-regionale Kost. „Kulinarisches Reisen“, unter diesem Motto präsentiert sich der nordische Staat in diesem Jahr. Eine eigens gegründete Initiative (www.elo-saatio.fi) kümmert sich um das Marketing, und um sicherzugehen, was den Finnen wirklich schmeckt, ließ diese gerade erst landesweit die Nationalspeisen wählen.

Die Befürchtung mancher Kritiker, die Fertigpizza könnte das Rennen machen, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt: Als Gewinner gingen stattdessen das typische Roggenbrot, der karelische Feuertopf und die karelischen Piroggen hervor.

 
 
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