Firmenkreditkarten

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Die besten Kartentricks

Betriebsrat, Schufa, Datenschutz: Wer das Plastikgeld in seinem Unternehmen einführen will, muss einige Regeln beachten. Dann aber hat man ein optimales Controlling-Instrument.

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von Oliver Graue, Heike Schäfer, 21.02.2012, 09:29 Uhr
Bereits ab fünf Exemplaren kann sich der Einsatz von Firmenkreditkarten lohnen, so Experten.
Foto: Photodisc

Ein komisches Gefühl beschlich Herbert Genrath: Warum ging der Verkäufer mit seiner Firmenkreditkarte so lange Zeit nach hinten? Genrath befürchtete Missbrauch. Doch seine Bedenken zerstreuten sich rasch: Wenige Monate zuvor hatte er sich beim Card-Control-Service seines Kartenanbieters Airplus registriert, der ihn automatisch per SMS über alle Umsätze ab 50 Euro informiert. Alles war okay.

Card Control, Online-Konto, mobiler Zugriff, Savings Tracker, Aida-Funktion, McBizz: In jüngster Zeit haben die Anbieter von Firmenkreditkarten ihre Produkte mit allerhand Zusatzservices versehen. Ziel: das Plastikgeld populärer machen. Denn während Konzerne längst auf die Karte setzen, ist der Mittelstand noch nicht so weit. Noch jeder Zweite zahlt Vorschüsse – und verschenkt damit Geld. Auf 25 bis 30 Euro beziffert die Beraterin Andrea Zimmermann (btm4u) die Kosten „durch Arbeitsaufwand und Zinsverlust“. Schon ab fünf Exemplaren können sich Firmenkreditkarten lohnen.

Auch im Business Travel gibt es Prepaid

Können oder wollen Sie nicht alle Mitarbeiter mit einer Firmenkreditkarte ausstatten, etwa weil deren Schufa negativ ist oder es sich um Externe handelt, stellt die Prepaid-Karte eine Alternative dar. Anbieter wie Wirecard haben sie im Programm. Dabei handelt es sich um eine Art „Vorschuss auf Karte“, also um „aufgeladene“ Summen, die sich nicht überschreiten lassen, die aber garantiert sind. Gut: Prepaid ist auch an solchen Stellen einsetzbar, die keine Kreditkarten akzeptieren.

Ralf Strehlau, Chef der mittelständischen Unternehmensberatung Anxo, führte sie vor drei Jahren ein. Er war es leid, ständig Vorschüsse zu zahlen, abzurechnen und jede Hotelrechnung zu prüfen. Die Karten machen das Vorschusswesen überflüssig. „Auch wir müssen unseren Verwaltungsaufwand gering halten“, sagt Strehlau. Seine Travel Managerin Carla Teschner nennt einen weiteren Vorteil: „Wir können nun Statistiken erzeugen: Wer reist wann wohin? Wie hängen die Kosten mit der Auftragslage zusammen? Wann habe ich die größten Reisekosten? Das Ergebnis ist wichtig für den Cash Flow.“

 
 
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