Frankreich

(0)

Neuer Groß-Protest gegen Chauffeurdienste

Die französischen Taxifahrer wollen ihr Monopol auf Passagierfahrten bewahren. Für den 26. Januar haben sie zu einem Aktionstag aufgerufen. Bei einer ähnlichen Veranstaltung war es im Sommer zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

18.01.2016, 09:00 Uhr

Private Sharing-Economy-Dienste wie Uber Pop sind in Frankreich genauso verboten wie auch in Deutschland. Die Gerichte hatten damit auf entsprechende Proteste der Taxifahrer reagiert. Nun wendet sich die Branche zusätzlich gegen die rechtlich zulässigen Chauffeurdienste mit lizenzierten Fahrern. Für den 26. Januar 2016 hat sie zu einem Großaktions- und Streiktag gegen ihre neue Konkurrenz aufgerufen. Bei einer ähnlichen Veranstaltung im Juni 2015 war es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Den Chauffeurdiensten ginge es um die „reinste Ausmerzung“ der Taxibranche, so die Fahrer. Die Regierung sei aufgerufen, die Ordnung in diesem Segment wiederherzustellen, heißt es in einem Aufruf.

Die Chauffeurdienste werfen den Taxifahrern hingegen vor, „ein ungerechtfertigtes Monopol verteidigen zu wollen“, so Jens Wohltorf, Chef des Anbieters Blacklane. „Und leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass einige von ihnen vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken. Es besteht Anlass zur Vermutung, dass sich dies wiederholen wird.“

Man werde sich „durch unprofessionelles Gebaren anderer Marktteilnehmer nicht abschrecken lassen“, fügt Wohltorf hinzu. „Wir sind stolz auf unsere legal und professionell arbeitenden Fahrer.“ Kunden hätten das Recht, aus einer Vielzahl an Mobilitätsalternativen auswählen zu dürfen.

In Frankreich war es zuletzt mehrfach zu Gewalttätigkeiten und gegenseiten Blockaden zwischen Taxifahren und Chauffeuren anderer Dienste gekommen. Besonders am Flughafen Paris-Orly nehmen die Feindseligkeiten zu. (OG)

Weitere Business Travel-News

Emirates | Turkish Airlines
(0)

Laptops bis zum Boarding nutzen

Auf die Verbannung von größeren Elektronikgeräten seitens der USA und Großbritanniens auf bestimmten Flugstrecken, reagieren nun die ersten beiden Carrier. Sie kündigen einen neuen Service an, um die Folgen des Banns zu minimieren. mehr

 

Germanwings-Absturz
(0)

Gedenkskulptur für Opfer enthüllt

Direkt am Absturzort des Germanwings-Jets in den französischen Alpen soll eine Gedenkskulptur aufgestellt werden. Das Kunstwerk wurde nun vor Angehörigen auf einer Gedenkfeier enthüllt. mehr

 

Mexikanischer Drogenkrieg
(0)

Holland America Line streicht Acapulco

Zu gefährlich: Acapulco wird nicht mehr von Schiffen der Holland America Line angesteuert. Denn die Küstenstadt ist vom Drogenkrieg in Mexiko besonders stark betroffen. mehr

 

Cockpit-Sicherheit
(0)

Vier-Augen-Prinzip auf dem Prüfstand

Das kurz nach dem Germanwings-Absturz eingeführte Vier-Augen-Prinzip im Flugzeug-Cockpit steht bei den größeren deutschen Airlines auf dem Prüfstand. mehr

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media