Geänderter Reisehinweis für Türkei

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Veranstalter reagieren zurückhaltend

Das Auswärtige Amt hat seinen Reisehinweis für die Türkei geändert. Die großen Veranstalter betonen, dass die Badeorte nicht betroffen seien. Doch letztlich fälle die Entscheidung für eine Destination immer der Urlauber selbst.

15.03.2017, 14:40 Uhr
Badeort Ölüdeniz in der Türkei
Foto: Thinkstock

Geht es um die Sicherheit von Urlaubern in der Türkei, verweisen die Reiseveranstalter stets auf das Auswärtige Amt (AA). Dieses hat nun seinen Reisehinweis mit Blick auf das Referendum am 16. April geändert und weist darauf hin, dass es zu Protesten kommen kann, die sich auch gegen Deutschland richten können.

Davon könnten auch deutsche Reisende in der Türkei betroffen sein. Sie sollten sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernhalten. Die Veranstalter reagieren zurückhaltend auf die neue Einschätzung.

Wie bewerten die Veranstalter den neue Reisehinweis?

DER Touristik mit den Pauschalreisemarken ITS und Jahn Reisen erklärt, das Auswärtige Amt habe keine qualitative Neubewertung der generellen Sicherheitslage vorgenommen. „Es gibt das Signal, sich von politischen Veranstaltungen fernzuhalten, und dieses raten wir auch unseren Gästen“, so René Herzog, CEO für Zentraleuropa. So sieht man die Lage auch bei FTI: Das AA habe die Einschätzung der grundsätzlichen Sicherheitslage nicht geändert. Auswirkungen auf Türkei-Reisende in den Strand- und Baderegionen gebe es nicht.

So bewertet auch TUI die Situation: „In den touristischen Baderegionen der Türkei ist die Lage ruhig“, heißt es auf Anfrage. „Bis auf den Hinweis, dass man politische Versammlungen meiden sollte, liegen uns keinerlei Informationen vor, die Türkei-Urlauber in irgendeiner Weise einschränken.“ Thomas Cook teilt mit, man bewerte keine Aussagen des AA.

Empfehlen die Veranstalter weiterhin Türkei-Urlaub? Zumindest bieten sie weiterhin Türkei-Reisen an. Alle Länder im Programm könnten auch bereist werden, heißt es bei TUI. Bei der Buchung hat der Urlauber die Wahl: „Die Entscheidung, ob die Türkei als Reiseziel in Frage kommt, trifft jedoch jeder Urlauber selbst.“

So sieht es auch DER Touristik. Der Veranstalter verweist darauf, dass es keine Reisewarnung für die Türkei gibt. In diesem Fall müssten die Veranstalter ihre Gäste aus dem Land zurückholen. FTI betont das „hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis“ und die hohe Qualität in der Türkei. „Deutsche Gäste werden von den Hoteliers und der einheimischen Bevölkerung nach wie vor herzlich empfangen“, heißt es.

Wissen die Veranstalter von Einreiseverboten?

Das Auswärtige Amt schreibt, dass seit Anfang Februar in einzelnen Fällen deutschen Staatsangehörigen an den beiden Istanbuler Flughäfen die Einreise in die Türkei ohne Angabe genauer Gründe verweigert wurde. Die betroffenen Personen mussten zurückreisen. Von solchen Fällen wissen die Veranstalter allerdings nichts. TUI ist bislang nichts von Schwierigkeiten bei der Einreise bekannt. Auch FTI liegen keine entsprechenden Informationen vor.

Die Touristenzahlen in der Türkei waren bereits im vergangenen Jahr eingebrochen – vor allem wegen der Angst vor Terroranschlägen. Kamen vor zwei Jahren 5,6 Millionen Deutsche in die Türkei, waren es 2016 nur vier Millionen. Die Tourismuseinnahmen fielen um fast 30 Prozent. Die Buchungen für 2017 liegen erneut im Minus. (dpa)

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