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Gedrängel am Gepäckband

05.03.2006, 13:00 Uhr

Think Pink

von Ira Lanz, Evelyn Sander

Schwarze Koffer, graue Trolleys – die meisten Gepäckstücke lassen sich kaum auseinander halten. Mit Mut zur Farbe erkennen Sie Ihren Koffer sofort.

Immergraues Gepäck ist nicht nur eintönig, sondern wird auch schneller verwechselt.
Foto: Fancy

Da zuckeln sie wieder an einem vorbei: dunkelblaue Trolleys, graue Koffer, schwarze Trolleys. Ist er das jetzt? Sie drängeln sich nach vorn, wuchten das Ding vom Laufband. Und dann ist er’s doch nicht. Ihrer hat ja so eine kleine Schramme an der Seite. Also zurück und weiter warten. „Schwarze Trolleys sind schon ein Problem, einige nehmen einfach den erstbesten vom Band“, weiß man am Frankfurter Flughafen. Laut Lufthansa machen dunkle Trolleys mittlerweile über 50 Prozent aller Gepäckstücke aus.

Und nicht wenige merken erst im Hotel, dass sie den falschen Koffer erwischt haben. Dann, wenn Sie statt des Anzugs für das Meeting ein leichtes Sommerkleidchen mit bunten Flip-Flops auspacken. So weit muss es gar nicht kommen. Es ist im Prinzip einfach, den eigenen Koffer sofort zu erkennen. Und zwar schon von weitem, damit Sie Zeit haben, sich einen Platz am Band zu sichern: Peppen Sie ihn auf, treiben Sie es bunt! Ein farbiger Gepäckgurt bewirkt Wunder.

Frische Farben gegen das Einheitsgrau

Oder Sie gönnen sich gleich ein neues Modell. Neben den gedeckten Farben zwischen Hellgrau und Schwarz gibt es Koffer in frischem Grün, knalligem Rot oder edlem Champagner. Damit sind nicht nur Verwechslungen ausgeschlossen – Pink und Grün erinnern auch noch an den schönen Sommer.

Koffer weg – was tun?

BizTipp

Firmenkarte checken

Der Albtraum: Das Gepäck schwebt irgendwo im Orbit – teure Anzüge ade. Bevor Sie sich ärgern, keine Gepäckversicherung zu haben, checken Sie die Leistungen Ihrer Firmenkreditkarte. Bei einigen Kartenanbietern ist das Reisegepäck automatisch versichert, bei anderen ist die Leistung optional.

Die gute Nachricht zuerst: Laut Lufthansa werden von den täglich von ihr beförderten Gepäckstücken nur 0,3 Prozent zeitweise vermisst. Davon wiederum finden sich 95 Prozent innerhalb von fünf Tagen wieder.

Verwechselt: Anlaufstelle ist die Gepäckermittlung vor Ort. Daten zu Person und Gepäck fließen in ein EDV-System, an das rund 400 Airlines angeschlossen sind. Es vergleicht gefundene und vermisste Koffer.

Verzögert: Ein Overnight Kit mit T-Shirt und Waschzeug hilft aus dem Gröbsten. Bleibt der Koffer länger vermisst, zahlt Lufthansa je nach Beförderungsklasse bis zu 300 Euro. Notwendige Anschaffungen werden nach dem Montrealer Abkommen mit bis zu 1200 Euro erstattet.

Verbessern: Namensanhänger mit verdeckter Adresse an den Koffer. Zettel mit Namen und Adresse in den Koffer.

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