Gepäckverlust auf Geschäftsreise

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Was tun, wenn der Koffer fehlt?

Jedes Jahr gehen Millionen Koffer und Taschen auf Flugreisen verloren. BizTravel sagt, was Sie bei Gepäckverlust wissen müssen.

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29.07.2013, 12:39 Uhr
Gepäckverlust auf Geschäftsreise: BizTravel sagt, was Sie tun können und welche Rechte Sie haben.
Foto: Thinkstock

Davor graut es jedem Flugreisenden: Man wartet am Gepäckband und sieht einen Koffer nach dem anderen vorbeiziehen. Nur nicht den eigenen. Im Schnitt geht etwa jedes hundertste Gepäckstück beim Fliegen verloren. Rund 26 Millionen Koffer sind nach Angaben des Luftfahrtdienstleisters SITA allein im vergangenen Jahr abhanden gekommen. Da die Fluggesellschaften unterschiedlich hilfsbereit reagieren, sollten Passagiere ihre Rechte kennen. Verspätet, beschädigt oder verschollen – wir haben hilfreiche Tipps für den Fall der Fälle zusammengestellt.

Tipp 1: Verlust noch am Flughafen melden

Wenn Ihr Gepäck nicht an der Ausgabe ankommt, sollten Sie den Verlust noch am Flughafen melden. Wenden Sie sich dazu an die Mitarbeiter des Gepäckschalters („Lost and found“). Dieser befindet sich in der Regel in der Nähe der Gepäckbänder. Halten Sie Ihre Bordkarte bereit, denn auf dieser befindet sich der Aufkleber mit der Gepäckregistrierungsnummer. Bleibt eine erste Nachforschung ohne Erfolg, wird eine formelle Verlustmeldung erstellt. Sie enthält Personen- und Flugdaten sowie Angaben zum Gepäckstück. In der Regel bekommen Sie automatisch eine Kopie mit einer Referenznummer, damit Sie für den weiteren Suchverlauf etwas in der Hand haben. Wichtig: Klären Sie auch, wie Sie an Ihr Gepäck gelangen, wenn es wieder aufgefunden wurde.

Tipp 2: Meldefristen beachten

Den Verlust Ihres Gepäcks sollten Sie der Airline unverzüglich melden. Für beschädigtes Gepäck gilt eine Meldefrist von sieben Tagen. Im Falle einer Verspätung des Fluggepäcks können Sie binnen 21 Tagen nach dessen Eintreffen eine schriftliche Anzeige gegenüber der Fluggesellschaft einreichen. Danach entfällt Ihr Anspruch auf Schadenersatz.

Tipp 3: Recht auf Ersatzausstattung nutzen

Bleibt Ihr Koffer vorerst verschollen, sollten Sie sich bei der Airline erkundigen, was diese für Sie in der Zeit ohne Gepäck tun kann. Einheitliche Regelungen gibt es nicht: Einige Fluggesellschaften geben „Overnight-Kits“ mit Unterwäsche und den wichtigsten Toilettenartikeln wie Kamm und Zahnbürste aus, andere wiederum nicht. Stehen Sie ohne etwas da, sollten Sie das auch schon bei der Verlustmeldung mit angeben.

Bei verspätetem Gepäck müssen die Airlines für notwendig gewordene Einkäufe am Zielort aufkommen. Wenn Sie beispielsweise wichtige Termine auf Ihrer Geschäftsreise einhalten müssen, sind Sie folglich auf angemessene Kleidung angewiesen. Wichtig: Kaufen Sie nur das, was Sie wirklich benötigen. Ist die Anschaffung nicht plausibel, kann sich die Fluggesellschaft später weigern, dafür aufzukommen. Sie können bei der Airline auch einen Barvorschuss erfragen. Der liegt je nach Buchungsklasse zwischen 20 und 200 Euro.

Tipp 4: Quittungen von Ersatzausstattung sammeln

Meist müssen Reisende das Geld für die Ersatzausstattung zunächst vorstrecken. Daher ist es ratsam, alle Kaufbelege aufzubewahren, um sie später vorlegen zu können. Spätestens drei Wochen nachdem Sie Ihr Gepäck wiedererhalten haben, müssen die Quittungen der Fluggesellschaft vorliegen.

 
 
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