Die Stimmung in der deutschen Touristik hat sich im vierten Quartal 2011 deutlich verschlechtert. Das zeigt der Geschäftsklima-Index der Reisebranche des Travel Industry Clubs.
Der Geschäftsklima-Index der Touristik (TravX) liegt für das vierte Quartal bei Plus zehn Punkten. Damit hat sich die Stimmung im Vergleich zum vorangegangenen Quartal deutlich abgekühlt. Denn für den Zeitraum von Juli bis September ermittelte das Marktforschungsunternehmen Trendscope im Auftrag des Travel Industry Clubs noch einen Indexwert von 34 Punkten.
Nach dem äußerst positiven Niveau zu Beginn dieses Jahres (plus 54 Punkte) ist dies ein deutlicher Einbruch der Umsatzerwartungen. Auch die individuelle Umsatzentwicklung des eigenen Unternehmens schätzen die befragten Manager deutlich pessimistischer ein als in den vorherigen Quartalen dieses Jahres.
Dass die Touristik-Manager skeptischer als noch vor Jahresfrist in die Zukunft schauen, überrascht angesichts der anhaltenden Unsicherheit mit Blick auf die europäische Schuldenkrise nicht. Aus dem laufenden Jahr kann die Klima-Abkühlung jedenfalls nur bedingt resultieren. Zwar litten Veranstalter und auch Airlines unter den politischen Umwälzungen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Trotzdem verzeichnet die Branche laut Deutschem Reise Verband in diesem Jahr sowohl im Reisebüro- als auch im Veranstaltergeschäft Rekordumsätze.
Der TravX reicht von minus 100 bis plus 100 Punkten und errechnet sich aus einer vierteljährlichen Befragung zur aktuellen Umsatzerwartung unter mehreren hundert Entscheidern aus der Reisebranche.