Geschäftsreise-Verband

(0)

Laptop-Verbot würde Millionen kosten

Weiten die USA ihr Kabinenverbot für größere elektronische Geräte auf Flüge aus der EU aus? In Brüssel laufen dazu noch hochrangig besetzte Gespräche. Ein Laptop-Bann könnte für die Europäer teure Folgen haben.

Seite 1 von 2
16.05.2017, 15:48 Uhr
Besprechung im Flieger: Geschäftsleute müssen auch während des Fluges arbeiten können, meint der VDR.
Foto: Getty Images

Das von der US-Regierung erwogene Laptop-Verbot auf Transatlantikflügen könnte für die deutsche Wirtschaft teuer werden. Der Geschäftsreise-Verband VDR warnt vor Buchungsrückgängen und deutlichen Produktivitätsverlusten, wenn Manager auf ihren Flügen in die USA ihre Rechner nicht mehr mit in die Kabine nehmen dürften. „Zum Arbeiten braucht man mehr als ein Smartphone“, sagte VDR-Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl der Deutschen Presse-Agentur.

Letztlich erwarteten die Firmen, dass ihre Mitarbeiter einen Teil der Reisezeit für die Arbeit aufwendeten, etwa um sich auf das geplante Treffen vorzubereiten oder Präsentationen auszuarbeiten. „Bei sehr konservativer Kalkulation kommen wir bei jährlich rund 720.000 Geschäftsreisenden in die USA auf einen Produktivitätsverlust von mindestens 160 Mio. Euro“, sagte Biehl. Der Verband ist dabei pro Flug von drei Stunden Arbeitszeit zu einem Satz von 75 Euro pro Stunde ausgegangen.

Sollte der vom US-Heimatschutz erwogene Laptop-Bann kommen, müssten die Firmen zwangsläufig die USA-Reisen ihrer Mitarbeiter auf den Prüfstand stellen und würden möglicherweise auf elektronische Kommunikationswege umsteuern, sagte der Geschäftsreisen-Experte. Buchungsrückgänge für die Fluggesellschaften seien dann unausweichlich. Man habe dazu allerdings noch keine Umfrage unter den VDR-Mitgliedsunternehmen gestartet. Sie stehen laut Verband für ein jährliches Reiseaufkommen im Wert von mehr als 10 Mrd. Euro.

 
 
1 spacer 2

Weitere Business Travel-News

Brüssel
(0)

Explosion in Brüsseler Bahnhof

Nach einer Explosion ist der Brüsseler Bahnhof Central am Dienstagabend geräumt worden. Der Bahnverkehr wurde eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft wurde ein Verdächtiger „neutralisiert“. mehr

 

Neue Airbus-Plattform
(0)

Datenberge für Airlines nutzbar machen

Airbus hat eine Partnerschaft mit einem Datenspezialisten angekündigt. Die Kooperation soll Fluggesellschaften bei der Instandhaltung ihrer Flotte helfen. mehr

 

Airline-Markt
(0)

Reiseverbände wenden sich an die EU

Der Deutsche Reise Verband (DRV) hat mit weiteren europäischen Verbänden einen offenen Brief an EU-Kommissarin Violetta Bulc geschrieben. Sie kritisieren unter anderem, dass durch die GDS-Entgelte der Airlines die Transparenz verloren gehe. mehr

 

Ermittler zu Germanwings-Absturz
(0)

Copilot am Tattag nicht gesund

Nach Medienberichten soll der Germanwings-Copilot am Tattag gesund gewesen sein. Dem widersprechen Ermittler nun – es habe eine Krankschreibung gegeben. mehr

 

BizTravel für unterwegs

Kennen Sie schon den mobilen Auftritt von BizTravel? Unter mobil.biztravel.de lassen sich die News der Branche optimal auf dem Smartphone lesen – und zwar unabhängig vom Betriebssystem.

 
© 2017 FVW Medien GmbH, Alle Rechte vorbehalten
Impressum AGB Datenschutz Kontakt Media