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Geschäftsreisen

24.08.2011, 09:15 Uhr

Business-Knigge Kanada

Gern wirft man Kanada und die Vereinigten Staaten unter dem Oberbegriff Nordamerika in einen Topf. Geografisch ist das richtig, doch kulturell wird man dem Commonwealth-Mitglied Kanada damit nicht gerecht.

Viel Platz: Auf einen Quadratkilometer kommen in Kanada nur 3,4 Einwohner.
Foto: CTC

Geprägt wird das riesige Land vom Gegensatz der britischgeprägten westlichen Provinzen und dem frankofonen Osten. Versuche der französischstämmigen Minderheit, sich von Kanada loszusagen, sind mehrfach gescheitert. Dabei bedarf es solcher Unabhängigkeitsbestrebungen gar nicht. Kanada bietet mit einer Fläche fast so groß wie Europa und nur 34 Mill. Einwohnern genug Platz. Wer sich nicht mag, geht sich aus dem Weg. Für Geschäftsleute aus dem Ausland kann es angesichts der innerkanadischen Animositäten aber nicht schaden, den kulturellen Hintergrund seiner Partner zu kennen.

Tipps und Tabus

Kleidung: Männer tragen Anzug oder Jackett mit Krawatte. Für Frauen empfiehlt sich ein Kostüm, Kleid oder Bluse. Wobei Kostüme lieber gesehen werden als Hosen.

Pünktlichkeit: Egal ob englisch- oder französischsprachige Geschäftspartner, beide Gruppen legen Wert auf zeitiges Erscheinen.

Begrüßung: Händeschütteln ist allgemein üblich. Die Visitenkarten tauscht man am besten am Ende der einleitenden Konversation. Als Gesprächsthemen bieten sich hier Sport (Eishockey) und die Natur Kanadas an.

Verhandlungen: Es herrscht ein eher ruhiges Verhandlungsklima. Bloß nicht drängeln! Englischsprachige Verhandlungspartner pflegen einen direkten Gesprächsstil. Im französischen Teil Kanadas erleichtern Beziehungen die Geschäftsanbahnung.

Tabus: Zu den kritischen Themen gehören die Situation der Ureinwohner sowie die Abholzpolitik. Ureinwohner sollte man als Inuit und nicht als Eskimos bezeichnen.

Quelle: Company Tip

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