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Auch die Geschäftsreisebüroketten offerieren vermehrt solche Portale – neben ihrer Profi-Software. Sie heißen CWT-direkt, On-Travel oder BCD Direct, bieten anders als Expedia und Co. optional aber auch Reportings. Konkurrenz machen ihnen die reinen Online-Anbieter wie Egencia und Opodo Corporate, die registrierten Firmenkunden praktisch alle Leistungen offerieren. Ganz frisch auf dem Markt ist das von der Bahn entwickelte Portal OBT, über das auch Flüge, Hotels und Mietwagen buchbar sind. Ein weiterer Neuling ist die Website Travelment, bei der alle Buchungen für eine Reise (Flug, Hotel, Bahn) in einem einzigen Schritt zu erledigen sind. Auch wird die Reise von Tür zu Tür komplett dargestellt. Allen offenen Portalen ist gemein, dass pro Buchung eine Gebühr berechnet wird, die meist zwischen 10 und 15 Euro liegt.
Auf online umstellen allein wegen der Krise – das lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Und grundsätzlich sowieso nur dann, wenn die Reisestruktur dafürspricht. Selbst Egencia-Chef Rob Greyber sieht Web-Buchung nicht als schnelles Mittel zum Sparen, sondern als „Teil eines Trends, die Technik auszubauen“.
Denn von der Buchung über die Einhaltung der Reiserichtlinien bis zur Kostenabrechnung: „Nur mit modernster Technik lässt sich Travel Management langfristig optimieren“, gibt er sich überzeugt: „Via Internet wird stärker richtlinienkonform gebucht, und ein besseres Reporting ist möglich.“ Dass daneben der Offline-Weg, das Reisebüro also, unerlässlich bleibt, bestreitet kein Experte. Wer hier vermeintlich Gebühren spart, läuft Gefahr, an anderer Stelle zu viel auszugeben – weil er den besten Preis nicht findet. Und manchmal kann offline eben auch günstiger sein, wie Liane Feisel sagt. Was aber wiederum niemanden davon abhalten sollte, schon jetzt die Weichen in Richtung Internet zu stellen. Denn schließlich ändern sich die Zeiten auch wieder.