Grenzkontrollen

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Störungsfreier Verkehr nach Dänemark

18 Menschen werden abgewiesen, mehr als 1000 kontrolliert – doch die Verzögerungen für Pendler und Touristen sind gering. Das ist die Bilanz des ersten Tages der dänischen Grenzkontrollen.

05.01.2016, 17:50 Uhr

Die dänischen Passkontrollen haben bislang nur für geringe Behinderungen an der deutschen Grenze gesorgt. Nach Angaben der dänischen Polizei wurden dort am ersten Tag der Aktion 1100 Menschen überprüft. Längere Wartezeiten oder Staus habe es an den insgesamt 15 Grenzübergängen nicht gegeben. 18 Menschen sei bislang die Einreise verwehrt worden, außerdem seien drei mutmaßliche Schleuser wegen des Verdachts auf Menschenschmuggel festgenommen worden.

„Der Verkehr fließt ganz normal und es wird nur selektiv kontrolliert“, bestätigte ein Sprecher der deutschen Bundespolizei am Dienstag. Dänische Grenzer kontrollieren seit Montag für zunächst zehn Tage stichprobenartig die Pässe von Reisenden, um den Zuzug von Flüchtlingen zu begrenzen. Dazu sehe sich das Land gezwungen, weil die schwedische Regierung ihrerseits Kontrollen für Einreisende aus Dänemark gestartet habe, begründete der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen den Schritt.

Dänemark gehört wie die meisten anderen EU-Staaten dem Schengen-Raum an, in dem Grenzkontrollen nur in Ausnahmefällen erlaubt sind. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos lud Regierungsvertreter aus Schweden, Dänemark und Deutschland für diesen Mittwoch zu einem Gespräch. „Das Ziel dieses Treffens ist es, die Koordinierung zwischen den betroffenen Ländern zu verbessern, um eine bessere Bewältigung des Migrationsdrucks sicherzustellen“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. (dpa)

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