Griechenland

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Ausstand stoppt den Fährverkehr

Rentenkürzungen und Steuererhöhungen stehen diese Woche auf der Tagesordnung des griechischen Parlaments. Dagegen protestieren griechische Seeleute und Journalisten mit Streiks.

16.05.2017, 08:45 Uhr
Im Hafen von Piräeus liegen momentan besonders viele Schiffe, da der Fährverkehr komplett ruht.
Foto: Getty Images

Aus Protest gegen weitere geplante Sparmaßnahmen sind die Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt am heutigen Dienstag in einen 48-stündigen Streik getreten. Zudem gab es im Radio- und Fernsehen keine Nachrichten. Die griechischen Journalisten legten für 24 Stunden die Arbeit nieder.

Die Folge des Seeleute-Streiks: In der Ägäis und im Ionischen Meer ist am heutigen Dienstag bislang keine Fähre ausgelaufen, wie die Küstenwache mitteilt. Inseln ohne Flughafen werden damit am Dienstag und Mittwoch praktisch von der Außenwelt abgeschnitten bleiben. Wegen des Journalistenstreiks gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichten. Am Mittwoch werden dann auch keine Zeitungen erscheinen.

Die Streikenden protestierten damit unter anderem gegen neue geplante Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Schwarzarbeit, wie die Gewerkschaft der Seeleute (PNO) mitteilte. In Griechenland wird am Mittwoch und Donnerstag mit Streiks auch in anderen Bereichen wie im Nahverkehr und beim Staat gerechnet.

Am Donnerstag soll das griechische Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Mrd. Euro beinhaltet. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger des Landes. Griechenland muss im Juli mehr als sieben Milliarden Euro Schulden bei der Europäischen Zentralbank und beim Internationalen Währungsfonds begleichen. (dpa)

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