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Griechenland

06.07.2010, 09:15 Uhr

Business-Knigge für Griechenland

So richtig positiv waren die Nachrichten über Griechenland zuletzt nicht. Der Fast-Bankrott des südeuropäischen Landes verunsicherte nicht nur deutsche Urlauber und Unternehmen, sondern stürzte gleich die gesamte EU-Währungsunion in die Krise.

Foto: iStockphoto

Ein Grund, auf Geschäfte mit griechischen Firmen zu verzichten, ist das nicht. Wer Kontakte sucht, sollte in jedem Fall früh aufstehen. Denn der Arbeitstag beginnt in Hellas oft schon um sieben Uhr morgens. Wobei Griechen aber nur selten pünktlich sind. Auch fehlt es geschäftlichen Treffen häufiger an Tagesordnung und Struktur. Da ist Geduld gefordert. Be- eindruckend ist die griechische Gastfreundschaft. Da fühlt man sich als deutscher Firmenpartner fast schon verpflichtet, ein Geschäft abzuschließen. Doch überstürzen sollte man – wie überall – nichts.

Tipps und Tabus

Kleidung: Männer sollten einen Anzug tragen. Im Sommer sind auch Hemden mit kurzem Arm und Krawatte erlaubt. Geschäftsfrauen sollten sich nicht zu freizügig kleiden.
Pünktlichkeit: Gerade von deutschen Geschäftspartnern erwatet man Pünktlichkeit. Eine Verspätung von bis zu 15 Minuten ist aber überhaupt kein Problem.
Smalltalk: Wer sich mit griechischer Antike auskennt, punktet bei seinem Gegenüber auf jeden Fall.
Körpersprache: Achtung, verkehrte Welt: Kopfnicken bedeutet bei den Griechen „Nein“, und Kopfschütteln sowie „nä“ (heißt „ja“) signalisieren Zustimmung.
Verhandlungen: Erste Angebote werden oft grundsätzlich abgelehnt. Davon aber nicht entmutigen lassen!
Tabus: Gespräche über Zypern, die Türkei, Mazedonien und die griechische Innenpolitik sollten gemieden werden. Bei solchen Reizthemen können die Diskussionen schon mal etwas hitziger werden.

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