Wer mit dem Auto zum Airport fährt, hat spätestens dort ein Problem: Wohin mit dem Gefährt? Die Auswahl an Parkplätzen ist zwar riesig – die Kosten aber meistens auch. BizTravel gibt Einparkhilfe.
Manchmal ist es einfach am bequemsten – nämlich dann, wenn Bus und Bahn am frühen Morgen nur sporadisch fahren, eine Taxifahrt sehr teuer wäre und der geliebte Ehepartner, eigentlich ja der beste Chauffeur der Welt, noch länger schlafen möchte. Dann muss das eigene Auto oder der Firmenwagen für den Weg zum Flughafen herhalten.
Auf direktem Weg hin und nach Abschluss der Geschäftsreise ebenso fix wieder daheim, das sind die zwei entscheidenden Vorteile, die die Fahrt zum Flughafen per PKW mit sich bringt. Denn billig ist das Parken nicht. Je nach Parkdauer und Weglänge kann die Anreise mit Zug, S- oder U-Bahn, wie in BizTravel 1/11 (Seite 36) dargestellt, attraktiver sein. Wer Reiserichtlinien hat, die das Parken am Airport erlauben, sollte folgende Faustregeln kennen: Je weiter weg vom Flughafen man parkt, desto günstiger ist es, je länger man parkt, desto preiswerter wird die Miete pro Tag. Und je größer der Flughafen ist, desto unübersichtlicher wird das Angebot.
Neben terminalnahen Parkhäusern gibt es Langzeit- und Holiday-Parkplätze, die oft weit weg vom Flughafen liegen und über einen Pendelservice angebunden sind. Doch solche Dienste in Anspruch zu nehmen, dafür fehlt Geschäftsreisenden meist die Zeit. Der Faktor Zeit ist gerade bei Business Travellern entscheidend. Das wissen natürlich auch die Flughäfen und haben spezielle Angebote für die Kundengruppe gestrickt. Valet Parking heißt das Zauberwort. Einfacher geht es nicht: Der Flugreisende fährt ähnlich wie vorm Hotel vorm Flughafen vor – und ein Servicemitarbeiter parkt den Wagen ein. An den Flughäfen Stuttgart und Düsseldorf etwa bietet die Firma Apcoa eine solche Dienstleistung an, kassiert dafür aber 15 Euro plus Parkgebühren. In Hamburg gibt es den Service für 18,50 Euro zuzüglich 22 Euro Parkplatzgebühr pro Tag.
Ein besonders breites Park-Angebot für Geschäftsreisende bietet der Flughafen Frankfurt. „Business Parken“ heißt das Produkt. „Dafür haben wir eine komplette Ebene der Tiefgarage P4 des Terminals 1 neu eingerichtet“, erklärt Kristina Moll, zuständig für die Parkflächenvermarktung am Frankfurter Flughafen.
Die Parkplätze sind nicht nur breiter als in anderen Parkhäusern üblich. „Von dort aus gelangt man auch auf kurzem Weg zum Check-in sowie zur neuen Airport City Mall“, sagt Moll. Die Preise sind wettbewerbsfähig: 4,50 Euro kostet das Business-Parken pro angefangener Stunde. Der Tageshöchstsatz liegt bei 27 Euro; pro Woche werden 130 Euro fällig. „Unternehmen, deren Mitarbeiter regelmäßig bei uns parken, bieten wir einen Pauschaltarif“, sagt Moll: Zum Festpreis von 198 Euro plus Mehrwertsteuer dürfen sie dann beliebig oft vis-à-vis von Terminal 1 oder 2 parken. Einzige Voraussetzung: Geschäftsreisende müssen ein Park-Abonnement über mindestens drei Monate abschließen. Bezahlt wird jeweils am Monatsende. Und noch eine Besonderheit hat Frankfurt zu bieten: den Tresor fürs Auto. Luxusfahrzeuge werden beim ACS Tresor Parken hinter gepanzerten Türen abgestellt und von „qualifiziertem Wachpersonal“ beschützt.
An nahezu allen großen Flughäfen im Land kann selbst die Parkzeit des Autos sinnvoll genutzt werden. Gegen Aufpreis bietet Apcoa etwa in Düsseldorf und Stuttgart das Reinigen, Tanken, Warten, Inspizieren und Reparieren des Wagens an. Auch aus dem ACS-Tresor am Frankfurter Flughafen kommt das Auto auf Wunsch blitzeblank wieder raus.
Wer als Geschäftsreisender dann doch alle Zeit der Welt, aber nur ein kleines Budget hat, der sollte die Parkhäuser nahe am Terminal meiden. Eine Alternative dazu können dann die Angebote der Flughäfen für Urlaubsreisende sein.
Düsseldorf und die Berliner Airports beispielsweise vermarkten die preiswerten Plätze online unter der Marke „Park & Travel“. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lässt sich dann das Auto schon für 17 Euro am Tag abstellen, kostenloser Shuttle zum Flughafen inklusive. Aber aufgepasst: In Berlin-Tegel ist das Angebot erst ab sieben Tagen Parkdauer buchbar. Die sind dafür allerdings bereits für je 45 Euro zu haben.
Stichwort online: Die meisten Flughäfen haben auf ihren Internet-Seiten eine Buchungsfunktion für die Parkplatzreservierung eingerichtet. Damit ist ein Parkplatz garantiert, auch wenn die Ampel am Parkhaus schon lange rot leuchtet.
Und es gibt noch einen Vorteil: In Hannover etwa wird der online gebuchte Parkplatz bequem und bargeldlos per Kreditkarte bezahlt. Damit lässt sich auch die Schranke zur Parkzone öffnen. Das Ziehen eines Parktickets entfällt, denn die Kreditkarte ist auch der Schlüssel, um wieder aus der Parkzone herauszukommen.