Halbjahreszahlen

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Hotels auf Wachstumskurs

Die Hotelketten haben ihre Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Umsätze liegen überall im Plus. Gleichzeitig haben die 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland 2016 das siebte Mal in Folge ihren Gesamtumsatz gesteigert.

07.08.2017, 07:50 Uhr
Hotels können sich vielfach über mehr Gäste freuen.
Foto: Gettyimages

Viele Hotelketten können sich derzeit nicht beklagen: Umsatz und Gewinn legen zu. Die Auslastung steigt, die Gästezahlen auch. Wir fassen die Halbjahresergebnisse der vergangenen Tage zusammen:

Die Budgethotels von Motel One haben in den ersten sechs Monaten ihren Umsatz um acht Prozent auf 185 Mio. Euro gesteigert. Die Auslastung stieg von 74 auf 77 Prozent. Der Gewinn lag bei 58,3 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio.). Motel One kommt auf 57 Häuser. In den kommenden Monaten sollen Hotels in Zürich, München, Freiburg und Berlin hinzukommen. Zudem ist der Markteintritt in Spanien mit einem Haus in Barcelona geplant.

Meliá Hotels International (MHI) kommt im ersten Halbjahr auf einen Umsatz von 914,5 Mio. Euro, ein Plus von sieben Prozent. Unterm Strich standen 60,4 Mio. Euro (Vorjahr: 45,2 Mio.). Die Nettoverschuldung konnte im zweiten Quartal um 47,7 Mio. Euro auf 573,9 Mio. Euro gesenkt werden. Der globale RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) legte um 7,7 Prozent zu. Meliá habe „die Marktdurchdringung im Superior- und Luxussegment“ verbessert, so Gabriel Escarrer Jaume, Vice-Chairman und CEO von MHI.

Die NH Hotel Group legte beim Umsatz um sieben Prozent auf 764,2 Mio. Euro zu. Der RevPar wuchs um 10,7 Prozent. Grund sei unter anderem eine um 4,3 Prozent erhöhte Auslastung auf rund 70 Prozent gewesen. Der Gewinn habe bei 7,6 Mio. Euro gelegen, ein Minus um 2,1 Mio. Euro. Laut NH liege dies an Kapitalgewinnen aufgrund des Verkaufs von Vermögenswerten in der ersten Jahreshälfte 2016. „Die Halbjahresergebnisse zeigen die Fortschritte bei der Einnahmeentwicklung, der Effizienzsteigerung und dem Schuldenabbau“ , so der Vorstandsvorsitzende der NH Hotel Group, Ramón Aragonés. Das Unternehmen habe seine Verbindlichkeiten um 20 Mio. Euro auf 726 Mio. Euro abgebaut.

Die Accor Hotels kamen auf ein Umsatzplus von 33,5 Prozent auf 922 Mio. Euro und ein Wachstum bei operativem Gewinn von 68 Prozent auf 226 Mio. Euro. Grund sei die „schnelle Integration der vor kurzem übernommenen Marken“, so CEO Sébastian Bazin. Doch auch ohne die neuen Investitionen wären Umsatz (plus 8,3 Prozent) und operativer Gewinn (plus 33,9 Prozent) gestiegen. Vor einem Jahr hatte Accor die Ausgliederung des Immobiliengeschäfts bekanntgegeben. „Die Ausgliederung des Segments Accor Invest ist abgeschlossen. Es finden bereits Gespräche dazu statt, fremden Investoren den Zugang zu diesem Segment zu ermöglichen“, so Bazin. Für das gesamte Jahr rechnet Accor mit einem EBIT zwischen 460 und 480 Mio. Euro.

Auch die Novum Hotel Group legte zu: Sie kam auf einen Umsatz von 81 Mio. Euro, ein Plus von 47,8 Prozent. „Wir wollen nachhaltig wachsen und setzen daher auf eine nachhaltige Strategie. Die Einführung unserer Marke Niu, bestehende und neue Franchise-Partnerschaften (...) sind nur ein paar der schlagkräftigen Gründe, die unsere Hotelgruppe europaweit so erfolgreich macht“, so Novum-CEO David Etmenan. Bis 2020 will das Unternehmen von 146 auf 200 Häuser wachsen.

Wie die „Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ (AHGZ) schreibt, haben die 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften in Deutschland 2016 das siebte Mal in Folge ihren Gesamtumsatz gesteigert. Der Nettogesamtumsatz erreichte 8,64 Mrd. Euro, ein Plus von 6,1 Prozent. Zwar sank die Auslastung um 0,6 Prozent auf 70,5 Prozent, dafür legte die Rate um 2,3 Prozent auf 98,6 Euro zu und der durchschnittliche Zimmererlös pro Jahr kletterte um 4,5 Prozent auf rund 37.800 Euro. An der Spitze liegen die Accor Hotels vor Best Western und der Intercontinental Hotels Group.

Das britische Online-Magazin „Tourism-Review“ hatte zudem ein Ranking der umsatzstärksten Hotelkonzerne weltweit erstellt. Marriott steht mit 17,07 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr auf Platz eins, es folgen Hilton und Accor Hotels. Meliá liegt auf Rank acht, NH mit 1,6 Mrd. Dollar auf zehn. (ASC)

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