Wer im Ausland sprachlich nicht mehr weiterkommt, verständigt sich oft mit Händen und Füssen. Doch Vorsicht, auch hier kann es zu Missverständnissen kommen! Eine kleine Gestenkunde.
Fremde Länder, fremde Sitten: Bei Reisen ins Ausland droht so manches kulturelle Fettnäpfchen. Doch nicht nur sprachlich oder mit demeigenen Verhalten kann man sich in die Nesseln setzen. Auch manche unbedachte Geste kann beim Gegenüber für Verwirrung, wenn nicht gar für Verärgerung sorgen. So signalisiert man hierzulande mit dem hochgestreckten Daumen „alles klar“, in Iran oder Afghanistan kommt solch eine Geste aber gar nicht gut an: Hinter dem Fingerzeig versteckt sich eine vulgäre Beleidigung.
Fingerspitzengefühl ist also auch bei der Zeichensprache gefordert. Das haben Julia Grosse und Judith Reker im Laufe ihrer Journalistenkarriere gleich mehrfach erlebt. Die zwei Frauen haben daher Gesten aus aller Welt „gesammelt“ und deren unterschiedliche Bedeutung in einem kleinen Büchlein dokumentiert.
„Versteh mich nicht falsch!“ lautet der Titel des handlichen Ratgebers, in dem die beiden Autorinnen Gesten und deren zum Teil unterschiedliche Bedeutungen aus rund 50 Ländern zusammengetragen haben. Der Blick hinein lohnt sich, wenn man Missverständnisse vermeiden möchte. Denn wer will schon in Italien mit vorgestreckten Zeigefinger und kleinem Finger einem Mann signalisieren, das dessen Frau fremdgeht, obwohl man ihn eigentlich doch nur mit einem lockeren „Das rockt!“ grüssen wollte.