Hauptstadt-Flughafen

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Aufsichtsrat glaubt an BER-Eröffnung 2017

Der Bau des drittgrößten deutschen Flughafens bleibt ein Wettlauf mit der Zeit. Zwar ist ein Zeitraum zur Eröffnung festgelegt. Doch ob er zu halten ist, zeigt sich erst in diesem Sommer.

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15.02.2016, 18:11 Uhr
Klar Schiff: Der Start 2017 ist laut Aufsichtsratschef Michael Müller weiterhin möglich.
Foto: Alexander Obst/Marion Schmieding/Flughafen Berlin Brandenburg

Am neuen Hauptstadt-Flughafen legen sich die Verantwortlichen nicht definitiv auf eine Eröffnung im Jahr 2017 fest. Ihm sei es wichtig, „dass wir wegkommen von irgendwelchen willkürlich gesetzten Terminen, von irgendeinem Druck, der aufgebaut wird, hin zu einem seriösen Abarbeiten aller Dinge“, sagte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) als Aufsichtsratschef nach einer Sitzung des Kontrollgremiums am Montag in Berlin. Zugleich betonte er, ein Start 2017 sei weiterhin möglich.

Der Zeitplan war zuletzt weiter unter Druck geraten. Geplant ist, dass der drittgrößte deutsche Flughafen im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb geht. Der Spielraum von sechs Monaten ist nach Betreiberangaben inzwischen um rund vier Monate geschrumpft. Das Ende der Bauarbeiten wurde von März dieses Jahres auf den 15. Juli verschoben. Dann folgen Probeläufe und Abnahmen. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld ließ sich am Montag auf das Datum jedoch nicht festlegen.

„Jeder Zeitplan ist erstmal dafür da, um klare Definitionen für die Bauarbeiter zu schaffen, und nicht dass man jedes Detail exakt an dem Tag schafft“, sagte Mühlenfeld. Er verwies darauf, dass die technische Inbetriebnahme für einzelne Terminalabschnitte schon begonnen habe. „Wenn wir wirklich den Bau im Sommer fertig bekommen, dann steht auch 2017 ganz klar“, betonte Mühlenfeld.

Damit würde der Großflughafen nach vier geplatzten Eröffnungsterminen mit sechs Jahren Verspätung ans Netz gehen. Müller sprach erneut von einem „Schlussspurt“, bei dem alle in der Pflicht seien. „Im Mittelpunkt der ganzen Anstrengungen steht, dass wir weiter in ruhigem Fahrwasser die Themen abarbeiten, die nötig sind, um dann verlässlich und sicher an den Start gehen zu können.“

 
 
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