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SPD-Politiker gegen Airport-Weiterbetrieb in Tegel

Zur derzeit umstrittenen Frage, ob man angesichts von absehbaren Kapazitätsproblemen am BER den Berliner Flughafen Tegel doch offen halten sollte, sagten beide SPD-Politiker, Tegel müsse schließen. FDP und CDU in Berlin, die zur Offenhaltung Tegels einen Volksentscheid am 24. September parallel zur Bundestagswahl erzwungen haben, warf Woidke einen „populistischen Wahlkampf“ vor. „Und Bundesverkehrsminister Dobrindt hängt sich ganz billig dran.“

Der CSU-Politiker hatte sich jüngst erstmals dafür ausgesprochen, Tegel nach Eröffnung des BER weiter zu betreiben. „Der BER bekommt ein Kapazitätsproblem“, teilte Dobrindt am 7. Juli mit. „Hauptstädte mit mehr als einem Flughafen sind keine Seltenheit. Darüber nachzudenken ist auch für Berlin sinnvoll.“

Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup hatte nach der jüngsten Aufsichtsratssitzung am 7. Juli ausführlich darüber informiert, wie die ansteigenden Passagierzahlen in Zukunft abgefertigt werden sollen. Dabei wurde nach Angaben eines Flughafen-Sprechers von 55 Mio. Passagieren bis 2040 ausgegangen. Der Flughafen-Chef will vor dem Terminal nach Bedarf in fünf Schritten einfache Ergänzungsbauten an Standorten hochziehen, die bislang für Parkhäuser vorgesehen waren.

Die Flughafen-Gesellschaft rechnet damit, dass die Passagierzahlen in diesem Jahr weniger stark wachsen als zuletzt. Lütke Daldrup erwartet in Tegel und Schönefeld insgesamt rund 34 Mio. Fluggäste nach knapp 33 Millionen im Vorjahr. Höhere Gebühren sowie steigende Mieteinnahmen und Grundstücksverkäufe sollen den Umsatz insgesamt aber um rund zehn Prozent steigen lassen.

Neue Einnahmequellen erhofft sich das Unternehmen vor allem abseits des Flugbetriebs durch Dienstleistungen für Passagiere und die Vermarktung von Gewerbeflächen. „Dafür sind wir auf die baldige Eröffnung des BER und die Schließung von Tegel angewiesen.“ (dpa)

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