Die EU fordert neue Körper- und Flüssigkeits-Scanner auf den Flughäfen, stellt aber unrealistische Zeitpläne auf, kritisiert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafen-Verbands ADV.
Die EU-Kommission hat sich für den europaweiten Einsatz von Ganzkörper-Scannern auf den Flughäfen ausgesprochen. Außerdem müssen ab April 2011 Flüssigkeits-Scanner aufgestellt werden, weil die heute geltenden Vorschriften für das Handgepäck auslaufen. Die Geräte müssten fast zeitgleich installiert werden, stellt die ADV fest.
Dabei kümmere sich die EU-Kommission in keiner Weise um die Prozesse bei der Passagier-Abfertigung. Durch lange Schlangen könnte die unüberlegte Einführung der Geräte auf dem Rücken der Passagiere ausgetragen werden. "Damit verhebt sich die EU-Kommission", kritisiert Beisel das Vorhaben. Es gebe nämlich noch gar keine zertifizierten Geräte. Deshalb hält die ADV die EU-Pläne ohnehin für unrealistisch. Allerdings könnte Brüssel die Flughäfen durch Vorschriften in ein Zwickmühle bringen. Beisel warnt deshalb vor Schnellschüssen und plädiert für langfristig tragfähige Lösungen.