Low Cost ist für das Travel Management von Hella keine Ideologie. Gut ausgehandelte Firmenraten sind oft die günstigere Lösung.
Natürlich hat Uwe Hoffmann nichts gegen Billigflieger. „Schließlich müssen auch wir unsere Kosten reduzieren“, betont der Travel Manager von Hella, einem auf Licht und Elektronik spezialisierten Automobilzulieferer. „Wir nutzen diese Tickets“, sagt Hoffmann. „Dann, wenn es Sinn macht.“
Und das ist längst nicht immer der Fall. Hoffmann widerspricht jenen, die Low Cost für die grundsätzlich beste Lösung halten. „Bei uns steht Flexibilität im Vordergrund, wir müssen häufig kurzfristig buchen und umbuchen“, erklärt er. „Unterm Strich fahren wir deshalb mit gut ausgehandelten Normaltickets meist besser.“ Billigflugscheine umbuchen oder stornieren – das sei oft zeitaufwendig und damit teuer.
Seine Zentrale hat Hella im westfälischen Lippstadt. Die Strecke zwischen dem nur wenige Kilometer entfernten Flughafen Paderborn/Lippstadt und München ist die von den Mitarbeitern am häufigsten genutzte Verbindung: In und um die bayerische Landeshauptstadt sind zahlreiche Geschäftspartner beheimatet.
Noch bis 2004 hatte das Unternehmen sämtliche Flüge und Hotels selbst gebucht – in einer firmeneigenen Reisestelle. Weil die Reisetätigkeit jedoch weltweit zunahm und das Reisen komplexer wurde, entschied man sich zu einer Reisebüro-Ausschreibung. „Wir hätten enorm investieren müssen“, erklärt Hoffmann. „Ein Partner hingegen kann das nicht nur günstiger, sondern verfügt als Branchenprofi über das Know-how.“