Hotelbeds/GTA

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Mega-Fusion der Bettenbanken

Die weltgrößte Bettenbank Hotelbeds übernimmt den Branchenzweiten GTA. Damit entsteht ein Riese im B2B-Geschäft. GTA-Tochter MTS geht eigene Wege.

von Klaus Hildebrandt, 21.04.2017, 08:04 Uhr
Künftig unter einem Dach: Hotelbeds und GTA.
Foto: Hotelbeds

Die Hotelbeds Group mit Sitz in Palma de Mallorca übernimmt die bisherige Tochter der Schweizer Kuoni Group, GTA, die ihre Zentrale in London hat. Damit entstehe ein Unternehmen, das zwei B2B-Großhändler kombiniere, die sich in ihren geografischen Stärken ergänzten. Hotelbeds gewinnt durch den Deal vor allem in Asien und im Nahen Osten an Präsenz. Hotelbeds ist traditionell in Europa, am Mittelmeer und in der Karibik stark. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Die frühere TUI-Tochter Hotelbeds hatte bereits im Februar die US-Bettenbank Tourico Holidays übernommen. GTA wiederum hatte sich im vergangenen Jahr an der früheren DER-Touristik-Beteiligung MTS mit Sitz auf Mallorca beteiligt. MTS-Gründer und Gesellschafter Rembert Euling, der für viele deutsche Veranstalter arbeitet, wird nun aber nach Angaben von GTA seine Anteile wieder zurückkaufen.

Der Kauf von GTA und Tourico unterstreiche die Absicht von Hotelbeds, das Wachstum sowohl organisch als auch durch Zukäufe zu beschleunigen, sagt Joan Vilà, Executive Chairman der Hotelbeds Group.

Hotelbeds gehört ebenso wie GTA Finanzinvestoren. Der Deal wird durch die Übernahme von 100 Prozent der Anteile der GTA Group durchgeführt. Der Eigentümer der Kuoni Group, der schwedische Finanzinvestor EQT, werde aber einen „signifkanten Minderheitsanteil“ an dem kombinierten Unternehmen halten, teilt Hotelbeds mit.

Sowohl Hotelbeds als auch GTA arbeiten mit vielen deutschen Veranstaltern zusammen und beliefern über ihre Agentur-Töchter Bedsonline und Travelcube auch deutsche Reisebüros mit Hotel-Content, Ausflügen und Transfers.

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