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Hotels & Airlines teurer

21.02.2007, 13:00 Uhr

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von Oliver Graue

Studien zufolge werden Geschäftsreisen teurer. Wer sein Reisemanagement gezielt steuert, kann dennoch sparen.

Planung: Unternehmen, die gezielt kalkulieren, können sparen.
Foto: Avenue Images

Als der Kreditkartenanbieter Airplus seine groß angelegte Travel-Management-Studie auswertete, war das Ergebnis eindeutig: Die Mehrheit der befragten Reisemanager ging nicht nur von einer Zunahme der Geschäftsreisen 2007 aus. Über 50 Prozent befürchteten zudem kräftig steigende Reisekosten, besonders bei Flügen und Hotels. Andere Untersuchungen bestätigen diese Ergebnisse. Dennoch: Unternehmen, die gezielt steuern, können sparen. BizTravel beleuchtet die Ergebnisse und Ratschläge der Profis.

Fakt 1: Flugpreise steigen

International rechnen Experten laut der Studie Global Business Travel Forecast von American Express mit steigenden Flugpreisen zwischen drei und sieben Prozent. Grund: Die wachsende Nachfrage nach Langstreckenflügen über den Atlantik und Pazifik. Eine gute Nachricht hält die Studie für Firmen bereit, die vornehmlich innerdeutsch oder auf Kurzstrecken unterwegs sind: Sie zahlen für ihre Flüge höchstens zwei Prozent mehr, und auf manchen Strecken wird es sogar billiger. Ursache ist der Wettbewerbsdruck durch die Billigflieger. Dagegen steigen die Kosten in der Business Class (Kurzstrecke) um bis zu fünf Prozent. Auf der Langstrecke müssen Geschäftsreisende vier (Business) oder drei Prozent (Economy) mehr bezahlen.

Fakt 2: Höhere Zimmerraten

Jedes zweite Hotel hebt im Laufe des Jahres seine Raten an – wegen der erhöhten Mehrwertsteuer und gestiegener Energiekosten. Diese Bilanz zieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag. Bereits 2006 waren in Deutschland die Hotelpreise um bis zu vier Prozent gestiegen, am teuersten sind Frankfurt/Main und München. Laut Studie der Business-Travel-Kette HRG sind die Hotelpreise 2006 am stärksten in Moskau gestiegen: um 25 Prozent auf 325 Euro pro Nacht. In Europa zählen Stockholm, Mailand und Paris zu den Städten mit den teuersten Hotels. Für 2007 prognostiziert American Express für Deutschland eine Erhöhung um bis zu sechs Prozent. Wer nach Indien reist, muss sich auf Steigerungen von 25 Prozent gefasst machen.

Fakt 3: Schärfere Richtlinien

Travel Manager müssen künftig den Spagat üben. „Einerseits lässt ihr Optimismus, weitere Einsparungen erzielen zu können, etwas nach“, erklärt Airplus-Chef Patrick Diemer. „Andererseits ist gerade die Senkung der Reisekosten ihre zentrale Aufgabe.“ Der Studie des Kreditkartenanbieters zufolge überwinden diesen Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit vor allem die „Kostenoptimisten“ – jene Geschäftsreiseplaner, die deutlich stärker als ihre Kollegen an Stellschrauben wie der Verschärfung der Reiserichtlinien drehen.

Fakt 4: Sparpotenzial vorhanden

Viel Sparpotenzial haben vor allem mittelständische Unternehmen. Laut Airplus-Studie verfügen 35 Prozent aller kleinen und 15 Prozent der mittleren Firmen nicht über Reiserichtlinien (Großunternehmen: nur sechs Prozent). Außerdem erhalten die weitaus meisten Mittelständler ihre Rechnungen noch auf Papier und nicht auf dem kostengünstigeren elektronischen Weg. Und schließlich werden in immerhin jeder fünften kleinen und jeder siebten mittleren Firma die Reiseausgaben nicht gezielt ausgewertet – das aber ist Voraussetzung für eine bewusste Kostensteuerung.

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