Tim Quathamer betreut die Reisen beim Hamburger Fußball-Erstligisten. Hotels sucht er nach ungewöhnlichen Kriterien aus.
Wenn HSV-Kapitän David Jarolim seine Mannschaft auf das Spielfeld führt, hat Tim Quathamer seine Arbeit lange erledigt. Der 34-Jährige managt die Reisen des Fußball-Erstligisten – mit Freude. „Ein echter Traumjob!“, schwärmt der studierte Touristiker. Manchmal merke er gar nicht, wie stressig die Arbeit ist. Urlaub? „Brauche ich eigentlich nicht.“ Kein Wunder: Schließlich arbeitet er für den Hamburger SV, jenen Verein, dem er schon als Kind die Daumen drückte.
Der gebürtige Friese betreut beim HSV die 30 reisenden Mitarbeiter. Besonders die Talentspäher des Vereins haben ein hohes Reiseaufkommen. Drei von ihnen sind ständig quer durch Europa unterwegs, um nach Verstärkungen für die Hanseaten zu suchen. Dagegen sind die Auswärtsspiele in der Bundesliga schon zur Routine geworden. Ab einer Linie südlich von Berlin, Hannover und Dortmund steigt das Team in den Flieger, sonst bucht Quathamer gemeinsam mit Teammanager Bernd Wehmeyer einen Zug. In den Städten der Gegner hat der Club jeweils Stammhotels, die der Travel Manager jedes Jahr reserviert.
Der Stress jedoch ist für Quathamer programmiert, wenn der HSV sich im Trainingslager auf die neue Saison vorbereitet oder zu internationalen Spielen fährt. Dann sucht sich der Travel Manager mit der Fußball-Leidenschaft ein Hotel und chartert für das Team und seinen Tross einen eigenen Flieger. Manchmal mietet der Verein auch kurzfristig bei „Air Hamburg“ einen Flieger an, zum Beispiel wenn ausländische Spieler nach einem kräftezehrenden Einsatz für ihr Land schnell nach Hamburg zurückkommen sollen.