Hurghada-Messeranschlag

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Uni-Absolvent tötete gezielt

Zwei deutsche Urlauberinnen aus Niedersachsen, die sich häufig in Hurghada aufhalten, sind die Todesopfer. Der Attentäter suchte sie offenbar gezielt aus.

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17.07.2017, 07:36 Uhr
Sicherheitsleute vom benachbarten Hotel El Palacio überwältigten schließlich den Attentäter.
Foto: imago/Xinhua

Nach dem tödlichen Angriff auf zwei deutsche Frauen in Hurghada ist das Leben am Strand des Hotels „Zahabia“ zurück. Kinder mit Schwimmreifen freuen sich auf das türkisblaue Wasser, aus dem am Freitag ein Mann mit einem Messer stieg.

Mit welcher Motivation der festgenommene Mann – Berichten zufolge soll er 28 Jahre alt sein und aus Nordägypten stammen – die Tat beging, ist noch immer unklar. Doch nach Informationen, die aus Sicherheitskreisen in Kairo verlauten, soll der Messerstecher von der Terrormilz Islamischer Staat (IS) beauftragt worden sein.

Es war etwa 13 Uhr, als Urlauberin Alice Matthiesen Schreie vom Strand gegenüber hörte. Männer auf einem Schiff hätten gebrüllt. „Der eine schlug mit einem weißen stockartigen Ding auf jemanden im Wasser ein“, schildert die Urlauberin im ägyptischen Badeort Hurghada ihre Eindrücke auf Facebook. Später bestätigt sie der Deutschen Presse-Agentur den Ablauf noch einmal. Matthiesen beobachtete offenbar das Ende der Gewalttat.

Wenige Minuten zuvor hatte ein Mann schwimmend Kurs auf den Hotelstrand genommen. Bei Temperaturen an die 40 Grad war er nur einer von vielen im Wasser. Doch als er den Strand betrat, wurde klar, dass der Schwimmer sich hier nicht entspannen wollte.

Er hatte ein Messer dabei, das er kurz nach seiner Ankunft am Morgen in Hurghada gekauft hatte. Einem Bericht der Zeitung „Al-Shorouk“ zufolge soll er die Frauen aus Niedersachsen auf deutsch angesprochen und in ein Gespräch verwickelt haben. Dann stach er zu.

Nach der Tat sei der Messerstecher dann schwimmend geflohen, schildert Khaled Taha, der Leiter des Nachbarhotels El Palacio. Sicherheitsleute des Hotels hätten ihn überwältigt und gefesselt. „Es schien so, als sei der Typ geistig verwirrt gewesen“, sagt Taha.

 
 
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