Hurghada nach dem Attentat

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Urlauber bleiben gelassen

Nach der tödlichen Messerattacke auf vermeintliche Touristen am Roten Meer bleiben die Gäste vor Ort ruhig. Strände und Märkte sind weiterhin sehr gut besucht, berichten Touristiker aus Hurghada.

von Magdalena Laßmann, 17.07.2017, 11:55 Uhr
Hier geschah die Messerattacke: der Strand des Zahabia-Hotels in Hurghada.
Foto: Zahabia Resort

Die deutschen Reiseveranstalter planen derzeit keine gesonderten Umbuchungs- oder Stornierungsregelungen für Ägypten-Urlaube. Auch das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise bisher nicht aktualisiert. Ähnlich ruhig reagieren die Menschen und Gäste vor Ort, wie die fvw von Touristikern aus dem Zielgebiet erfahren hat.

„Wir haben zuerst befürchtet, dass die Gäste Panik bekommen“, so Mohamed Abdelwahab von der Incoming-Agentur Masters Travel Service. „Aber der schreckliche Angriff hat unsere Gäste vor Ort überhaupt nicht verunsichert.“ Abdelwahab ist Regional Operations Manager und war am Wochenende selbst in Hurghada. „Ich war auf einem kleinen, einheimischen Markt, an dem es keine Sicherheitsvorkehrungen gibt. Und trotzdem besuchten dort viele Touristen den Markt, sogar ganze Gruppen.“

Von ähnlich entspannten Kundenreaktionen berichtet Verena Wüsthof. Sie ist Head of Commercial für Nordafrika bei Thomas Cook und lebt ebenfalls in Ägypten. „In unseren Hotels sind die Gäste ruhig geblieben. Soweit ich bis jetzt weiß, gab es keine vorzeitigen Abreisen.“ Sie erwartet auch weiterhin keine Umbuchungs- oder Stornierungswelle. Gegenüber der fvw sagte Wüsthof, dass es für die Hotels schwierig sei, die Sicherheitsmaßnahmen noch weiter zu verschärfen als sie sowieso schon seien, vor allem von der Wasserseite aus. „Und der Mann wurde ja sofort gefasst!“

Der Münchner Veranstalter FTI hat unter anderem das Sunny Days El Palacio im Programm, das Nachbarhaus des Zahabia Hotel, an dessen Strand die Frauen getötet wurden. „Derzeit ist die Lage sowohl in unserem Service Center in Deutschland als auch vor Ort in Ägypten ruhig. Nur vereinzelt möchten Gäste aus dem Sunny Days El Palacio in Hurghada in ein anderes Hotel umziehen, alle anderen wollen ihren Urlaub dort fortsetzen. Anfragen nach vorzeitiger Abreise haben wir derzeit keine“, so eine FTI-Sprecherin.

Sowohl Wüsthof als auch Abdelwahab sprechen bei den beiden getöteten Deutschen von Residents. Also Ausländern, die vor Ort wohnen. Laut Abdelwahab sollen die beiden Frauen bei einer Tauchbasis gearbeitet haben. Deshalb war in ersten Berichten spekuliert worden, es könne sich möglicherweise um eine Beziehungstat gehandelt haben.

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