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Ein starkes Jahr für Willie Walsh

IAG, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, ist zur wirtschaftlich starken Airline-Gruppe in Europa gewachsen. „Unsere eigenen Pläne wurden übertroffen“, sagt CEO Willie Walsh.

von Georg Jegminat, 26.02.2016, 11:52 Uhr
Willie Walsh managt die Airline-Gruppe IAG.
Foto: Getty Images for BA - IAG

Mit 88,3 Mio. Passagieren bleibt die International Airline Group (IAG) zwar hinter dem europäischen Rivalen, der Lufthansa-Gruppe, zurück, aber die Finanzergebnisse für 2015 dürften den Vergleich nicht scheuen müssen. Der Airline-Konzern IAG hat bei einem Umsatz von 22,9 Mrd. Euro (plus 13,3 Prozent) einen operativen Gewinn von 2,3 Mrd. Euro (plus 68 Prozent) erzielt. Unter dem Strich blieb ein Nach-Steuergewinn von 1,5 Mrd. Euro (plus 51 Prozent).

„Wir können über ein sehr starkes Jahr berichten“, erklärte IAG-CEO Willie Walsh zu den Ergebnissen. Zu der Gruppe gehören British Airways, Iberia, Vueling und seit August 2015 auch Aer Lingus. Die Airlines hätten vom günstigen Treibstoffpreis (minus 17,2 Prozent pro Sitzkilometer) profitiert. Aber auch die anderen Kosten sanken um 3,9 Prozent. Walsh erwartet, dass sich der positive Trend 2016 fortsetzt.

Die Airline-Gruppe hat ihre Kapazität um 8,2 Prozent (inklusive Aer Lingus) ausgeweitet und dennoch den Sitzladefaktor um einen Punkt auf 81,4 Prozent erhöht. Dabei hat sich insbesondere das Nordamerika-Geschäft positiv ausgewirkt.

British Airways: Die Airline hat 10,3 Mrd. Euro (minus 1,7 Prozent) Ticketerlöse erzielt. Die verringerten Kosten konnten also den geschrumpften Yield (minus 4,1 Prozent pro verkauften Sitzkilometer) nicht komplett kompensieren. BA trug mit einem operativen Gewinn von 1,4 Mrd. Euro zum Ergebnis der Gruppe bei.

Iberia erzielte Passagenerlöse von 3,6 Mrd. Euro (plus 12,1 Prozent). Der operative Gewinn vervierfachte sich nahezu auf 247 Mio. Euro. Dabei litt auch Iberia unter sinkenden Yields (minus 1,6 Prozent). Walsh sprach davon, dass der Turnaround vorankomme.

Vueling, die Low-Cost-Tochter der Gruppe, kam auf knapp zwei Milliarden Euro (minus 13,7 Prozent). Beim operativen Gewinn legte die Airline um 13,5 Prozent auf 160 Mio. Euro zu. Auch Vueling verzeichnete leicht gesunkene Yields (minus 1,5 Prozent).

Aer Lingus, die Neuerwerbung der IAG-Gruppe, hatte ebenfalls ein gutes Jahr. Sie nahm im Passagengeschäft 1,6 Mrd. Euro (plus 11,3 Prozent) ein und wies einen operativen Gewinn von 124 Mio. Euro (plus 72,2 Prozent) aus. Die Kennzahlen bei Aer Lingus sind fast durchgehend positiv. So wurde Angebotskapazität um 5,4 Prozent erhöht und trotzdem stieg die Sitzauslastung um 2,6 Prozentpunkte auf 81,6 Prozent. Selbst der Yield erhöhte sich um 2,2 Prozent. Die irische Airline hatte ihren Langstreckenverkehr nach Nordamerika ausgeweitet.

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