Spezielle Hotelzimmer für Frauen oder gar Frauenhotels, besondere Sorgfalt bei der Wahl des Sitzplätzes im Flugzeug, vor allem aber ein erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheit: Auch in Zeiten der scheinbaren Gleichberechtigung ist der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Business Travellern groß. Und das Thema wird immer wichtiger. Das hat uns die enorme Resonanz auf die Titelgeschichte der vorigen BizTravel gezeigt. "Frauen allein auf Tour" – so hatten wir die sechsseitige Story auf dem Titelblatt angekündigt. Selten haben wir viele E-Mails von Leserinnen erhalten, und immer wieder wurden wir auf Veranstaltungen auf dieses Thema und seine Wichtigkeit angesprochen.
Wahrscheinlich liegt das an zwei Tatsachen: Zum einen ist die Geschäftsreise längst keine männliche Domäne mehr. Experten schätzen, dass der Frauenanteil unter den Business Travellern in Deutschland mittlerweile 25 Prozent beträgt, in Nordeuropa gar 40 Prozent. Zum anderen stellt sich in manchen Staaten die Sicherheitslage für Frauen nach wie vor als brisanter dar als diejenige für Männer. Abends allein in der Stadt, in dunklen Tiefgaragen, sexuelle Belästigung und Probleme, die sich aus der für westliche Verhältnisse "normalen" Kleidung ergeben: Weibliche Geschäftsreisende sind oft gefordert, sich noch intensiver auf einen Trip vorzubereiten als Geschäftsmänner. Dazu gehören umfassende Informationen über die kulturellen Belange und die Sicherheitslage des Reiselandes. Informationen via Internet gibt es zum Glück reichlich, angefangen bei der Seite des Auswärtigen Amtes. Und für manche Regionen kommt "frau" an
speziellen kulturellen Trainings nicht vorbei.
Besonderen Gefallen bei unseren Leserinnen haben aber auch die recht simplen Tipps gefunden, die wir in BizTravel 6/09 für den Aufenthalt im Hotel gaben: vom 15-Sekunden-Check des Zimmers bis zum Verteilen einiger männertypischer Utensilien im Raum. Haben Sie, liebe Leserinnen, die Ausgabe verpasst, mailen Sie uns über den
Kontakt auf dieser Website, wir senden sie Ihnen gern zu.
Und wir hoffen, dass Sie auch die Titelgeschichte der in dieser Woche erscheinenden neuen BizTravel interessieren wird: Diesmal geht es um Kennzahlen. Welche braucht man eigentlich, um ein effizientes Travel Management betreiben zu können? Woher nimmt man die dazu nötigen Daten? Und wie präsentiert man entsprechende Reportings am besten der Geschäftsführung oder dem Top-Management? Außerdem war mein Kollege Martin Jürs live bei einem Sicherheitstraining dabei, meine Kollegin Sabine Pracht nimmt sich des leidigen Themas "Hotel-Mehrwertsteuer" an, und Boris Graue (ja - Verwandtschaft :-) gibt Ihnen einige hilfreiche Entspannungstipps. Schreiben Sie uns gern wieder, wenn Ihnen etwas gar nicht gefällt – oder wenn Sie Ergänzungen oder eigene Erfahrungen weitergeben möchten.