Der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenz-Verwalter Jochen Eisenbeis will den Regio-Carrier Cirrus Airlines nicht liquidieren, sondern den Flugbetrieb wieder aufnehmen.
Das dürfte allerdings schwieriger werden, als es sich der Rechtsanwalt Eisenbeis bei Übernahme des Mandates ausmalte. Laut Agentur-Berichten war sein erster Kommentar: „Cirrus Airlines ist ja offenbar wirtschaftlich gescheitert, weil das Angebot zu dünn war.“ Er wolle das Unternehmen „nicht liquidieren, sondern den Flugbetrieb wieder in Schwung bringen“. Seit vergangenem Freitag steht die gesamte Flotte von zuletzt sieben eingesetzten Regionalflugzeugen am Boden. Parallel zur Beantragung der Insolvenz hatte das Luftfahrtbundesamt (LBA) die Betriebsgenehmigung entzogen. Insolvenz-Verwalter Eisenbeis konnte noch nicht absehen, wann es wieder zu einem regulären Flugbetrieb kommen werde. Flüge schon ab nächster Woche halte er allerdings für „definitiv unrealistisch“.
Dem Vernehmen nach hat das saarländische Wirtschaftsministerium bereits Kontakt mit dem Insolvenz-Verwalter aufgenommen. Immerhin bietet Cirrus Airlines im Saarland rund 300 Arbeitsplätze. Die sollen natürlich möglichst erhalten bleiben.