Juli-Zahlen

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Passagierzahl bei Air Berlin geht erwartungsgemäß zurück

Air Berlin hat sein Netz stark verkleinert und 30 Flugzeuge an die Lufthansa-Gruppe abgegeben. Entsprechend stark sinken die Passagierzahlen, allerdings bleiben die Flugzeuge gut ausgelastet.

10.08.2017, 17:40 Uhr
Air Berlin muss Passagierrückgänge hinnehmen.
Foto: Airberlin

Der Umbau und die Dreiteilung von Air Berlin zeigen nun in den Leistungszahlen für Juli und für die ersten sieben Monate 2017 ihre Spuren. Die Zahl der Fluggäste sank im Urlaubsmonat Juli im Vergleich zum Vorjahreswert um 24 Prozent auf 2,44 Millionen. Von Januar bis Juli waren es insgesamt 13,79 Mio. Passagiere, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 16 Prozent. Diese Entwicklung war erwartet worden, weil Air Berlin Flugzeuge abgegeben und Strecken gestrichen hat.

Die Dreiteilung besteht darin, dass das touristische Geschäft zu den europäischen Warmwasserzielen an die österreichische Niki und bisher 30 Flugzeuge an Eurowings und Austrian Airlines vermietet wurden. Air Berlin betreibt damit noch eine Flotte von etwa 75 Flugzeugen selbst. Durch die Ausgliederung sank in den ersten Monaten die angebotenen Sitzkilometer um 9,2 Prozent auf 27,9 Mrd. Für diese Kennzahl wird die Zahl der verfügbaren Plätze mit den geflogenen Kilometern multipliziert. Durch den Ausbau des Langstreckenangebots sinkt die Angebotskennzahl weniger stark als es die Flottenverkleinerung vermuten ließ.

Die Fluggesellschaft verweist darauf, dass ihre Sitzauslastung auf einem guten Niveau liege. Im Juli erreichte sie 87,1 Prozent und hat die Delle überwunden, die im April und Mai durch die operativen Probleme entstanden war. Nach 84,3 Prozent im März, sankte sie ab auf 82,8 im April und 79 Prozent im Mai. Im Juni begann die Erholung (84,5 Prozent).

Am Freitag kommender Woche (18.8.) will Air Berlin ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorlegen und damit die Entwicklung der Wirtschaftlichkeit vorstellen. (GJ/dpa)

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