Kampf um Geschäftsreisende

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Aufrüsten in der Kabine

Qatar Airways geht mit einer neuen Business Class an den Start – und streicht die First Class. Emirates und Etihad hingegen rüsten genau diese weiter auf.

von Andreas W. Schulz, 20.03.2017, 17:08 Uhr
Al Baker
Foto: Andreas W. Schulz

„Wer hat die schönste Business Class im ganzen Land?“ Dieser Spruch erinnert an „Schneewittchen“ – nur ist es hier nicht die eitle und böse Königin, die ihren Spiegel befragt, sondern es sind die Fluggesellschaften der Golfstaaten, die mit 1001-Nacht-Produkt-Fantasien um die Gunst der Geschäftsreisenden kämpfen. Knallhart und zum Leidwesen der europäischen Airlines wie Lufthansa, AirFrance/KLM, die sich mit ihren Angeboten strecken müssen.

Schon längst sind für Travel Manager zwar die Angebote der Airlines über ihre gigantischen und luxuriösen Drehkreuze in Dubai, Doha oder Abu Dhabi eine Option, wenn es um Reisen nach Indien, Fernost oder Australien geht. Qatar Airways agiler Chef Akbar Al Baker hat jetzt wieder einmal die ITB genutzt, um seine neue Business Class erstmals vorzustellen. „Wir wollen die Zukunft des Premium-Reisens mit einer revolutionären Weiterentwicklung neu definieren“, wirbt Al Baker. Er feiert den Trend, dem Geschäftsreisenden mehr individuelle Fläche zu bieten und nur Gangplätze, als Weltneuheit. Die „individuell anpassbaren privaten Suiten“ nennen sich „QSuite“.

Auf eine First Class verzichtet Qatar Airways künftig. Ganz im Gegensatz zu Emirates, die diese weiter aufrüsten.

Die QSuites verfügen über verschiebbare Trennwände. Die Mittelplätze lassen sich in Doppelkabinen verwandeln, und eine sogenannte „Vierer-Suite“ ermöglicht abgeschlossene Geschäftskonferenzen. Emirates will mit ihrer neu gestalteten Bord-Bar-Lounge im A-380 dagegenhalten. Und auch Etihad setzt weiter auf First Class und mit ihren A-380-Suiten „The Residence“ sogar noch eins drauf.

Der ehrgeizige Al Baker will dennoch ohne First Class auskommen. Bis Ende nächsten Jahres soll die gesamte Flotte auf das neue System umgerüstet sein. Eine Premium Economy, wie sie inzwischen viele Fluggesellschaften bieten, ist für Al Baker keine Option. Er sehe hier eine Gefahr der Kannibalisierung, sagt er.

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