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Kanadas Westen

15.08.2011, 09:15 Uhr

Business-Ziel Vancouver

von Oliver Graue

Tolle Berglandschaften prägen die Provinz British Columbia. Deren größte Stadt Vancouver gilt als eine der schönsten Metropolen weltweit – aber auch als bedeutender Wirtschaftsstandort.

Schnell aufs Wasser: im Norden Vancouvers liegt das Ferienörtchen Deep Cove.
Foto: Tourism Vancouver

Das Panorama, das sich den Wanderern auf dem hölzernen Aussichtspunkt bietet, raubt schier den Atem: ringsherum faszinierende Berglandschaften, Gletscher, kristallblaue Seen und ein endlos scheinendes grünes Meer aus Fichten, Tannen und Lärchen. Wer den Westen Kanadas besucht, die Provinz British Columbia, dem geht es vor allem um die Natur. Um Stille, Einsamkeit und Weite. All dies ist im dünn besiedelten BC, wie die Eingeweihten sagen, leicht zu finden.

Und auch Geschäftsreisende, die in einer der großen Städte der Provinz zu tun haben – das ist eigentlich nur die Metropolregion Vancouver mit der Hauptstadt Victoria –, sollten sich Zeit für einen Trip in die Wildnis nehmen, Am besten mit einem Mietwagen: die Hauptstraßen in British Columbia sind in einem guten Zustand. Einen Vorgeschmack auf die beeindruckende Szenerie bietet Vancouver selbst. Hohe Berge prägen das Stadtbild, und an klaren Tagen ist der Vulkan Mount Baker im US-Bundesstaat Washington zu erkennen.

Im Westen der 612.000-Einwohner-Stadt liegt Vancouver Island mit der lebendigen Provinzmetropole Victoria. Nach Toronto und Montreal ist Vancouver die drittgrößte Stadt Kanadas. Wirtschaftlich spielt sie eine sehr wichtige Rolle. So gilt der Hafen als der bedeutendste des Landes, und sowohl die Top-Drei-Holzkonzerne Canfor und West Fraser als auch große Hochtechnologie- und Software-Unternehmen haben in Vancouver ihren Sitz. Die Computerspielegiganten Electronic Arts und Relic gehören dazu, aber auch der weltweit führende Brennstoffzellenhersteller Ballard Power unterhält hier seine internationale Zentrale.

Wen wundert’s, dass die Zahl der Geschäftsreisen aus Deutschland stetig zunimmt. Zumal zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren Deutsche die stärkste Einwanderergruppe stellten – später kamen Menschen aus der Ukraine und Skandinavien. Mit 30 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung bilden die Chinesen die nach wie vor größte ethnische Gruppe in der Stadt.

Viele Flüge ab Deutschland

An Flugstrecken nach Westkanada mangelt es nicht. Air Canada verbindet Frankfurt täglich sowohl mit Vancouver als auch mit Calgary in der Nachbarprovinz Alberta. Lufthansa fliegt ebenfalls nach Vancouver, und bei beiden gilt das Firmenfördermodell Partner Plus Benefit.

Air Canada lockt überdies mit ihrer aufgewerteten Business Class „Executive First“. Sonntags und mittwochs fliegt Air Berlin nonstop ab Düsseldorf – eine Strecke, auf der Firmen Meilen für das neue Air-Berlin- Firmenprogramm Business Points sammeln können. Zweimal wöchentlich ab Frankfurt startet schließlich Condor mit ihrer Comfort Class für Geschäftsreisende.

Auffallen wird den Reisenden vor allem eines: Vancouver ist eine sehr junge Stadt. Moderne Gebäude prägen das Stadtbild – darunter architektonische Höhepunkte wie das ans römische Kolosseum erinnernde Gebäude der öffentlichen Bücherei oder das zeltartige Canada Place, der kanadische Pavillon der Weltausstellung Expo 1986. Und die fand natürlich in Vancouver statt.

Tipps für Reisen nach British Columbia

Einreise: Reisepass reicht, kein Visum erforderlich.

Anreise: mit Air Canada, LH und Air Transat ab Frankfurt direkt nach Vancouver, mit Air Transat auch ab München. Mit Condor nonstop ab Frankfurt.

Flughafen: 15 km südlich von Vancouver. Die U-Bahn Canada Line fährt direkt ins City Centre.

Nahverkehr: vollautomatisch fahrende Sky Trains (Hochbahn, U-Bahn) mit drei Linien. Dichtes Busnetz.

Gesundheit: auf Sonnenschutz und Mückenspray achten.

Geld: 1 Kanadischer Dollar entspricht etwa 0,72 Euro. Gängige Kreditkarten werden fast überall akzeptiert.

Zeit: Mitteleuropäische Sommerzeit minus 9 Stunden

Strom: 110 Volt, 60 Hz (Adapter!)

Telefon: nach Kanada 001 wählen, von Kanada nach Deutschland 01149.

Führerschein: manche Mietwagenanbieter verlangen neben dem nationalen auch den internationalen Führerschein.

Hotels: eher gehobenes Preisniveau. Gute Drei-Sterne-Hotels ab ca. 90 Euro, Vier-Sterne-Häuser ab 120 Euro pro Nacht.

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