Köln

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500 Anfragen wegen Silvester-Übergriffen

Die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln haben auswärtige Besucher beunruhigt. Stornierungen gab es aber nur wenige. Touristisch ging es in der Domstadt im vergangenen Jahr bergauf.

19.02.2016, 14:45 Uhr

„Vor Karneval hatten wir mehr als 500 Anfragen von Partnern, Agenturen und Reiseveranstaltern aus dem In- und Ausland, die wissen wollten, ob sie überhaupt noch nach Köln kommen könnten“, sagte der Geschäftsführer von Köln Tourismus, Josef Sommer, am Freitag. Erstaunlicherweise habe es nur wenige Stornierungen gegeben. Jedoch seien wahrscheinlich eine Reihe potenzieller Gäste, die nicht im Voraus gebucht hatten, aus Besorgnis nicht gekommen. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor.

„Wir sind überzeugt, dass es im Laufe des Jahres gelingen wird, den Image-Einbruch wieder wettzumachen“, betonte die Aufsichtsratsvorsitzende Elisabeth Thelen. Neben den Ereignissen an Silvester hätten die Anschläge von Paris und Istanbul zu einer spürbaren Verunsicherung bei Städtereisenden geführt. Deshalb sei das Thema Sicherheit eine der zentralen Herausforderungen, um verloren gegangenes Vertrauen in den Tourismus-Standort Köln wieder zu gewinnen, sagte Sommer.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben von Köln Tourismus fast sechs Millionen Besucher in Hotels und Pensionen in Köln übernachtet, 4,3 Prozent mehr als 2014 und so viele wie noch nie. Etwa ein Drittel der Gäste kamen aus dem Ausland, die meisten von ihnen aus Großbritannien, den USA und den Niederlanden. (dpa)

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