Kongresspalast Palma de Mallorca

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Tagungen unter der Sonne

Meliá hat den Kongresspalast Palma auf Mallorca eröffnet. Er gilt als Vorzeigeprojekt der Kette und setzt besonders auf deutsche Firmenkunden.

von Oliver Graue, 17.07.2017, 10:47 Uhr
Blick aufs Meer: der neue Kongresspalast von Palma.
Foto: Melia

Die Pläne sind ehrgeizig: Der neu eröffnete „Palau de Congressos de Palma“ soll Mallorca im MICE-Segment ganz nach vorn bringen. „Wir wollen uns unter den 50 weltweit wichtigsten Event-Zielen positionieren“, sagt Meliá-Vertriebsdirektorin Eulalia Ramirez. „Außer nach Barcelona oder Berlin sollen die Veranstaltungsplaner künftig auch nach Mallorca blicken.“

Seit 1. April 2017 ist sowohl der Kongresspalast als auch das benachbarte Hotel Palma Bay in Betrieb, das über eine Brücke mit dem Palau verbunden ist. Beides betreibt die spanische Hotelgruppe Meliá. Zu denen, die bereits für dieses Jahr ein Event gebucht haben, gehört nach den Worten von Ramirez auch ein bedeutendes deutsches Dax-Unternehmen. Insgesamt gebe es mehr als 250 Anfragen – Tagungsreservierungen von Mittelständlern ebenso wie Großevents von Konzernen oder Verbänden. Bemerkenswert: Jede dritte Anfrage kommt aus Deutschland.

Der Kongresspalast steht zwischen der Hauptstadt Palma und dem Flughafen. Das Auditorium fasst 2000 Besucher und kann in kleinere Einheiten unterteilt werden. Zum Komplex gehört auch das Tagungshotel Palma Bay mit 268 im nordischen Design eingerichteten Zimmern. „Unsere Lage ist ideal“, wirbt Eulalia Ramirez: „Zum Flughafen sind es acht Minuten und zum Hauptstrand von Palma zehn.“ Mit Flügen zu insgesamt 200 Städten biete Mallorca zudem sehr gute Anbindungen. Meliá zahlt eine jährlich Pacht von 1,6Mio. Euro an die Stadt und beteiligt diese zudem zu fünf Prozent am Gewinn.

Flüge zu 200 Zielen

Dabei blickt der Komplex schon vor seiner Eröffnung auf eine lange und hürdenreiche Geschichte zurück. Eigentlich hätte er bereits vor vier Jahren eröffnet werden sollen; Baubeginn war vor 13 Jahren. Zuletzt sicherte sich Meliá den Zuschlag der Kommune Palma – in der sechsten Ausschreibungsrunde. Die fünf vorherigen waren in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Zuvor hatte der Bau bis 2015 einige Jahre lang pausiert. Wahrscheinlichster Anwärter auf die Pacht war bis vor kurzem noch der Melià-Konkurrent Barceló gewesen. Allerdings bestanden Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Auswahlverfahrens.

Meliá verspricht sich viel vom Kongresspalast. Die Kette, 1956 gegründet, gilt heute als die weltgrößte Betreiberin von Resorts und mit 376 Häusern als siebzehnt größte Hotelkette weltweit. In Deutschland sind die Spanier mit den Marken Meliá, Innside und Tryp vertreten.

Meliá in Zahlen

Größe: in Europa die Nr. 3 nach IHG und Accor; 105 Hotels (weltweit: 376)

Deutschland: 28 Hotels (26 bestehende, 2 kurz vor der Eröffnung: Innside Hamburg nahe der Hafencity und Innside Frankfurt); Marken: Meliá, Innside (Stadthotels) und Tryp (mittleres Segment).

Gewinn 2016: 18,3 Mio. Euro (+ 7,2%);

Mitarbeiter: 1.400

Struktur: 12% der Hotels befinden sich in Eigenbesitz, 31% sind gemietet, 44% gemanagt und 13% Franchise

Innside: Hotels in Innenstädten und in Gewerbebereichen; 1997 kaufte Meliá die deutsche Marke, seither 18 Hotels, 15 weitere sind in Planung.

Melià Pro: 13% Wachstum im MICE-Segment seit Anfang 2017 (2016: + 17%). Deutschland ist viertgrößter MICE-Markt für die Kette. Struktur: 57% Tagungen, 16% Kongresse, 15% Incentives, 12% Rest.

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