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Korrekt benehmen

17.02.2012, 09:00 Uhr

Business-Knigge Argentinien

Eine kesse Sohle aufs Parkett legen können die Argentinier. Schließlich gelten sie als Erfinder des Tango, der immerhin seit 2009 von der Unesco als immaterielles Erbe der Menschheit – sprich als Kulturgut – ausgezeichnet wurde.

Darf ich bitten... Der Tango ist Argentiniens Nationaltanz.
Foto: Dreamstime

So emotional es beim Tango zugeht, so verhalten beginnen geschäftliche Beziehungen in Argentinien. Denn Argentinier verhalten sich insbesondere bei Treffen mit Fremden zunächst sehr formell. Umso wichtiger ist es, eine persönliche Beziehung zum Geschäftspartner aufzubauen, denn nur auf dieser Basis macht man letztlich die richtig guten Geschäfte. Vorsicht ist bei manchen Gesten geboten: So ist der von Daumen und Zeigefinger geformte Kreis in Argentinien kein Zeichen dafür, dass alles „okay“ sei. Dort verbindet man damit eher einen derben Kraftausdruck.

Tipps und Tabus

Kleidung: Der Mann macht bei Geschäftstreffen im dunklen Anzug die beste Figur. Für Frauen empfiehlt sich ein Kostüm. Unverzichtbar sind elegante, stets gepflegte und glänzende Schuhe.

Pünktlichkeit: Ausländische Besucher sollten in jedem Fall pünktlich zum vereinbarten Termin erscheinen. Bei Geschäftsessen im Anschluss an die Verhandlungen sollte man aber nicht vor dem Gastgeber im Restaurant sein. Hier darf man ruhig 10 bis 15 Minuten später eintreffen.

Begrüßung: Sie erfolgt per Händeschütteln. Kennt man sich besser, sind auch Umarmungen erlaubt. Bei Wangenküsschen geht die Initiative stets vom Mann aus.

Verhandlungen: Es ist viel Taktik und Geduld gefragt. Auf keinen Fall sollte man mit der Tür ins Haus fallen. Verhandlungsergebnisse sollten schriftlich festgehalten werden.

Tabus: Zu den Themen, die gemieden werden sollten, zählen der Falkland-Krieg und die Zeiten der Militärdiktatur.

Quelle: Company Tip

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