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Kritik an EU-Abkommen mit USA

Im April stimmt die EU-Kommisssion über ein Abkommen mit den USA über den Umgang mit Passagierdaten ab. Der VDR fürchtet um den Datenschutz und kritisiert fehlende Transparenz.

30.03.2012, 16:10 Uhr
Flugreisende in die USA drohen zu „gläsernen Passagieren“ zu werden, befürchtet der VDR.
Foto: iStockphoto

Stimmt die EU-Kommission der Vereinbarung mit den USA zu, können die Daten von Flugreisenden aus der Europäischen Union an die US-Sicherheitsbehörden weitergeleitet und von diesen bis zu 15 Jahren gespeichert werden. Der Geschäftsreiseverband VDR appelliert deshalb an die EU-Verantwortlichen, bei aller Wahrung der Sicherheit auch die Persönlichkeitsrechte und den Datenschutz im Blick zu behalten.

Der VDR stößt sich vor allen an der seiner Meinung nach fehlenden Tranparenz sowie der Abfrage und Speicherung von nicht unbedingt sicherheitsrelevanten Informationen, wie der Anzahl der mitgeführten Gepäckstücke und der Religionszugehörigkeit.

„Die europäischen Institutionen müssen sicherstellen, dass die Vereinbarungen im Einklang mit der EU-Gesetzgebung zum Schutz persönlicher Daten stehen“, unterstreicht VDR-Präsident Dirk Gerdom. Er fürchtet, dass Geschäftsreisende duch das neue Abkommen zu gläsernen Passagieren werden. „Die Daten dürfen nur gespeichert werdenn, um von den Fluggesellschaften für den normalen Geschäftsprozess verwendet zu werden. Es darf nicht sein, dass mit den wertvollen Passagierinformationen gehandelt wird“, so Gerdom weiter.

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