Dossier Lebensmittel-Branche (Teil 4)

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Flüge nach Südamerika

Außerhalb Europas gehören Brasilien und Argentinien zu den Top-Zielen der Lebensmittel-Branche. BizTravel sagt, wie man am besten hinkommt.

von Oliver Graue, 17.07.2015, 09:00 Uhr
Außerhalb Europas sind Argentinien und Brasilien die Top-Ziele der Lebensmittelbranche.
Foto: Thinkstock

Tarifstruktur und Buchungsklassen werden in diesen Tagen vereinheitlicht, und auch beim Produkt wachsen LAN und TAM zusammen: Bis Anfang 2016 soll die brasilianische TAM dasselbe Premium-Angebot offerieren wie ihre chilenische Schwester LAN, zehn Boeing B-777 erhalten dazu Fullflat-Sitze in der Business Class. Die Latam-Gruppe, vor etwa fünf Jahren durch Zusammenschluss der beiden Airlines entstanden, ist mit ihren rund 330 Flugzeugen und mehr als 65 Mio. Passagieren die klare Nummer eins, was den südamerikanischen Flugmarkt angeht.

Im Fokus für dieses Jahr stehen die Fernstrecken. Zu den europäischen Abflughäfen Frankfurt (São Paulo, Santiago), Madrid (Lima), London, Paris und Mailand gesellt sich ab 1. Oktober 2015 Barcelona mit einer weiteren São-Paulo-Verbindung. Von Madrid geht es nicht nur in die brasilianische Metropole häufiger, sondern auch nach Santiago (ab 20. September). Täglich nach Chile startet LAN ab Winter 2015 auch von Mailand aus. Dabei will Latam auch künftig Full-Service-Airline sein – Zusatzgebu¨hren gibt es nicht, sondern nur Inklusivpreise. In Santiago haben LAN und TAM gemeinsam soeben die gro¨ßte Airport-Lounge Su¨damerikas ero¨ffnet mit Platz fu¨r 460 Passagiere.

Wichtigster Wettbewerber auf den Brasilien-Strecken ist TAP Portugal. Ab Lissabon stehen zwo¨lf Ziele im gro¨ßten Land Su¨damerikas auf dem Flugplan; neu seit dem WM-Jahr 2014 sind Manaus und Bele´m im Norden. Sie erga¨nzen Fortaleza, Natal, Recife, Salvador, Brasilia, Belo Horizonte, Rio, Sa~o Paulo und Porto Alegre. Insgesamt startet TAP damit 82-mal wo¨chentlich zu Zielen in Su¨damerika – neben Brasilien nach Caracas, Bogota´ und Panama.

Setzen auf Umsteiger

Nach einer harten Sanierung in den vergangenen Jahren will die spanische Iberia nun wieder voll in den Konkurrenzkampf einsteigen. Die Tochter des IAG-Konzerns (British Airways), die sich als klaren Marktfu¨hrer bei den Su¨damerika-Strecken sieht, nimmt sowohl neue Ziele wie Medellin und Cali (beides Kolumbien) in ihr Netzwerk auf, belebt aber auch einst gestrichene Strecken wieder. In der na¨chsten Zeit will man sich vor allem Brasilien vornehmen und der TAP Kunden abspenstig machen – neue Fernstreckenjets vom Typ A-330 sollen ab Dezember kommen, die A-340 werden modernisiert. Insgesamt bedient Iberia auf dem Kontinent 17 Ziele und bietet weitere 35 Sta¨dte im Code Sharing mit Partnern an. Um die Su¨damerika-Flieger zu fu¨llen, ru¨ckt Deutschland in den Fokus: Der Billigflieger Iberia Express fliegt von Berlin, Hannover, Stuttgart und Hamburg.

Auf Umsteiger setzt auch die ebenfalls spanische air Europa: Seit gut einem Jahr verbindet die Gesellschaft Frankfurt und Mu¨nchen mit Madrid. Von dort steuert sie verschiedene Ziele in Su¨damerika an, darunter Lima, Santiago, Montevideo und Sa~o Paulo.

Ein vergleichsweise großes Su¨damerika-Angebot halten KLM und Air France bereit: Nach Sa~o Paulo beispielsweise geht es insgesamt 21-mal wo¨chentlich – 14-mal u¨ber Paris und 7-mal über Amsterdam. Zu den Neuheiten bei KLM gehören Strecken nach Cali und Medellin in Kolumbien, und zum Portfolio von Air France gehört neben Rio und São Paulo auch die brasilianische Hauptstadt Brasilia.
 
Die kolumbianische Avianca wiederum bedient die Hauptstadt Bogotá von Madrid, Barcelona und London aus, und ab London kommt vom 1. Juli an der Dreamliner Boeing B-787 zum Einsatz. Aerolineas Argentinas startet ab Madrid, Rom und Barcelona nach Buenos Aires und fliegt innerhalb Argentiniens insgesamt 36 Ziele an. Boliviana de Aviacion steuert von Madrid aus Santa Cruz an, und lediglich innerhalb Südamerikas verkehrt die kleine Airline Copa – ihre Drehscheibe ist der Flughafen in Panama City. Durch ein Code Sharing mit der holländischen KLM ist Copa jedoch indirekt an Europa angeschlossen.
 
Nonstop-Verbindungen nach Südamerika bietet natürlich auch die Lufthansa. Ab Frankfurt hat sie Buenos Aires, Bogotá, Rio de Janeiro und São Paulo im Programm. Saisonal fliegt die eigentlich auf Privaturlauber fokussierte Condor etwa nach Recife, Salvador da Bahia (beide Brasilien) oder Panama. Für Geschäftsreisende interessant könnte die Premium Economy Class der Airline sein.
 
Überhaupt lohnen sich wegen der Vielzahl an Umsteigestrecken sorgfältige Preis- und Service-Vergleiche. Zumal die Raten sowohl für Flüge als auch für Hotels in Südamerika allen Studien zufolge weiterhin ansteigen werden.

Foto: BizTravel

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