Leserfrage

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Auch nachts zahlen?

„Muss eine nächtliche Fahrtzeit als Arbeitszeit angerechnet werden", fragt Leserin Gerda G. BizTravel hat die Antwort.

13.04.2015, 09:00 Uhr
Foto: (M) Thinkstock/BizTravel

„Einer „meiner“ Reisenden ist über Nacht von seinem Termin zurückgekommen, damit er am nächsten Morgen wieder pünktlich im Büro ist. Nun verlangt er, dass ihm die nächtliche Fahrtzeit als Arbeitszeit angerechnet wird – ist das korrekt?"

Eine allgemeine Regelung gibt es nicht. Grundsätzlich gelten Reisezeiten während der normalen Arbeitszeit auch als solche und müssen daher vergütet werden. Wird die Reise jedoch außerhalb der regulären Arbeitszeit vorgenommen – also etwa nachts –, kommt es auf den Einzelfall an. Saß der Beschäftigte selbst am Steuer, müsste dies laut Bundesarbeitsgericht auf sein Arbeitszeitkonto gehen. Doch Vorsicht: Die Gesamtarbeitszeit, also inklusive Termin, darf nicht länger als 10 Stunden sein. Ist er hingegen Bahn gefahren (oder war nur Mitfahrer im Auto) und hat ihn sein Arbeitgeber nicht verpflichtet, während der Fahrt zu arbeiten, hat er keinen Anspruch auf Vergütung. Manche Firmen zahlen dennoch bei Geringverdienenden, während bei höher Bezahlten die Vergütung entfällt.

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