Lübeck-Airport

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Bürgermeister rechnet mit Insolvenz

Die Opposition wirft dem SPD-Mann Mitschuld vor: Obwohl der Flughafen seit September keine Pacht zahlte, habe er nicht gewarnt.

23.04.2014, 13:05 Uhr
Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe steht wegen des Flughafen-Dilemmas in der Kritik.
Foto: Privat

Mohamad Rady Amar, der den Lübecker Flughafen vor einem Jahr für nur 1 Euro gekauft hatte, bezahlt der Stadt bereits seit 8 Monaten keine Pacht mehr für das Grundstück. Als Verwaltungschef habe SPD-Bürgermeister Bernd Saxe dies gewusst, die politischen Gremien aber nicht informiert. Lediglich ein Mahnverfahren sei eingeleitet worden.

CDU und Grüne sagten, wer 8 Monate lang keine Miete zahle, der habe offenbar finanzielle Probleme. Da müssten die Alarmglocken klingeln. Jeder normale Mieter hätte längst eine Räumungsklage am Hals. Das habe Saxe nicht wahrgenommen. Der SPD-Mann hingegen gibt Amar die Schuld. Er selbst trage keine Verantwortung dafür, dass dort etwas schiefgegangen sei. Es sei „empörend, wie Amar sich aus dem Staub gemacht hat“, sagte Saxe den Lübecker Nachrichten. Auch der angeblich neue Chef, Adam Wagner, ist nicht aufzufinden.

Die Flughafen-Mitarbeiter erhalten seit April kein Geld mehr. Der Ägypter ist inzwischen abgetaucht.

Wie gestern berichtet droht dem Flughafen nun das Aus. Saxe rechnet mit einer Insolvenz des Flughafenbetreibers Yasmina, dem Amar vorstand. Er gehe aber nicht davon aus, dass damit auch der Flugbetrieb eingestellt werde. Die Stadt müsse sich nun überlegen, ein Insolvenzverfahren zu beantragen, um den Flughafen möglicherweise doch noch zu retten. Dann könne ein Insolvenzverwalter nach einer Lösung suchen. Lübeck selbst will den Flughafenbetrieb nicht übernehmen.

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