Lübeck Airport

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Suche nach Investoren beginnt

Einen Tag nach dem Insolvenz-Antrag hat sich der vorläufige Insolvenz-Verwalter einen ersten Überblick über den Flughafen verschafft. Und schlägt optimistische Töne an.

24.04.2014, 17:05 Uhr
Klaus Pannen ist vorläufiger Insolvenz-Verwalter.
Foto: Toufo/André Lenthe

Er habe einen „geordneten Geschäftsbetrieb vorgefunden“, sagte Klaus Pannen, vorläufiger Insolvenz-Verwalter, dem Sender NDR 1 Welle Nord. Pannen will nun zügig mit potenziellen Investoren sprechen. Mehrere Interessenten gebe es bereits. „Der Flughafenbetrieb läuft momentan normal und ist gesichert. Ich gehe davon aus, dass es für Passagiere zu keinen Einschränkungen bei Abflügen bzw. Ankünften kommen wird“, sagte Pannen. Er werden nun prüfen, inwieweit der Flughafenbetreiber Yasmina saniert werden könne.

Pannen, Fachanwalt für Insolvenzrecht aus Hamburg, war am Morgen nach Lübeck gefahren. Am Nachmittag sollen die Mitarbeiter des Flughafens über die Situation informiert werden.

Mit dem Insolvenz-Antrag ist das Gehalt für die 100 Mitarbeiter für die kommenden drei Monate durch die Arbeitsagentur gesichert. Am Mittwoch hatte der vom Amtsgericht Lübeck eingesetzte Notgeschäftsführer Siegmar Weegen Insolvenz für die Betreiberfirma Yasmina eingereicht.

„Der Lübeck Airport hat eine weitreichende Bedeutung über die Stadtgrenzen hinaus. Dabei geht es nicht nur um die Arbeitsplätze, sondern auch um die Wichtigkeit als Teil der bestehenden Infrastruktur, für die Lübecker Wirtschaft und den Tourismus in der gesamten Region“, sagte er am Donnerstag.

In den vergangenen Tagen hatten sich in Lübeck die Ereignisse überschlagen. Zuerst wurde bekannt, dass sich Investor Mohamad Rady Amar, der den Flughafen vor einem Jahr für einen Euro gekauft hatte, zurückgezogen hatte. Dem neuen Eigentümer Adam Wagner wurde vorgeworfen, ein Strohmann zu sein. Zu ihm riss aber der Kontakt ab. Aus dem Grund setzte das Amtsgericht Lübeck Weegen ein.

Vom Lübeck Aiport bieten die Billigflieger Ryanair und Wizz Air Liniendienste, nach Danzig und Kiew (Wizz Air) beziehungsweise nach Palma de Mallorca, Edinburgh und Pisa (Ryanair).

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