Lübeck

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Flughafen beantragt Insolvenz

In den vergangenen Tagen mehrten sich die Spekulationen um den Flughafen Lübeck. Nun bestätigt das Amtsgericht Lübeck: Der Airport hat Insolvenz angemeldet.

23.04.2014, 17:20 Uhr
Der Flughafen Lübeck hat Insolvenz angemeldet.
Foto: Flughafen Lübeck

Wie eine Sprecherin des Amtsgerichts sagte, sei eine vorläufige Insolvenz-Verwaltung angeordnet worden. Als vorläufiger Insolvenz-Verwalter sei ein Rechtsanwalt aus Hamburg eingesetzt worden, der nun seine Arbeit aufnehme. Wie die „Lübecker Nachrichten“ schreiben, hat der Not-Geschäftsführer Siegmar Weegen den Antrag gestellt. Weegen war Ende März als Flughafen-Chef zurückgetreten. Da der aktuelle Geschäftsführer aber nicht auffindbar ist, hat das Amtsgericht nun Weegen als neuen Chef bestellt.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der bisherige Investor Mohamad Rady Amar seine Anteile verkauft hatte. Er hatte den Airport erst vor einem Jahr für einen Euro übernommen. Wie der Flughafen selbst Ende vergangene Woche mitteilte, sollten die Berliner Adam Wagner als Geschäftsführer und der neue Prokurist Michael Glück den Lübeck Airport führen. Allerdings waren beide seitdem nicht erreichbar. Seit Mitte des Monats warten die Mitarbeiter des Flughafens zudem auf ihre Gehälter.

Auch die Stadt Lübeck ist betroffen

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe fürchtete daher, dass der Flughafen zum Erliegen komme. Wie er dem NDR sagte, halte er ein Insolvenz-Verfahren mittlerweile für die beste Lösung aus dem Dilemma. In dem Fall müsste die Landesregierung für den Weiterbetrieb des Flughafens sorgen. Auch die Stadt hat laut Saxe seit Oktober keine Pacht- und Mietzahlungen mehr von dem Airport bekommen. Der Bürgermeister steht deshalb in der Kritik. Er habe die Probleme zu lange für sich behalten.

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